Gelesen: SuperFreakonomics & The Lazy Teacher’s Handbook

Superfreakonomics von S. Levitt und S. J. Dubner

Seit über einem Jahr habe ich den Podcast Freakonomics Radio abonniert, um dann erst festzustellen, dass es auch ein Buch gibt. In den Weihnachtsferien hatte ich es innerhalb von zwei Nachmittagen verschlungen, so interessant waren die Fakten und Auswertungen. Eigentlich bin ich kein großer Fan von Wirtschafts“wissenschaften“, aber die Autoren widmen sich dem Thema der „Behavioral Economics“, also der Verhaltensökonomie. Also etwas, was mich als Schüler im Wirtschaftsunterricht immer störte. Nämlich, dass der Mensch immer als rationales handelndes Wesen gesehen wurde. Dass er eben nicht ist.

Ich freute mich, als ich feststellte, dass bereits 2011 ein Nachfolger mit dem Namen SuperFreakonomics erschienen ist. Laut Buchtitel sollte es ja zu einer Steigerung der Unterhaltsamkeit, Spannung, … kommen.

Um es kurz zu machen, es liest sich zwar sehr gut, ist aber in meinen Augen nicht halb so unterhaltsam und spannend geschrieben wie der erste Band. Wem der erste Band gut gefallen hat, kann auch hier zugreifen, sollte aber weniger Erwartungen an das Buch stellen. Im Vorwort räumen die Autoren bereits mit dieser Hoffnung auf und stellen fest, dass es vielmehr eine Aneinanderreihung von interessanten Fakten ist. Das war zwar schon beim ersten Buch so, aber dort kam es bei mir bei jedem Kapitel zu einem Aha-Effekt. Hier sind es eher Anekdoten, die noch nicht einmal für ein Gespräch zur Kneipenrunde reichen. Schade…

The Lazy Teacher’s Handbook von J. Smith

Ganz im Gegensatz zu Superfreakonomics hat mir dieses Buch großen Spaß beim Lesen bereitet. Unzählige Tipps und neue Twists, die man gut in den Unterricht einbringen kann, bei denen die Schülerorientierung hoch (folglich „lazy teacher“) und den Unterricht trotzdem abwechslungsreich gestalten.

Sicherlich ist der Titel aufmerksamkeitsheischend. Klar, der Stereotyp des faulen Lehrers. Er hält aber, was er verspricht. Smith schlägt viele Möglichkeiten der Variation des Unterrichts vor, vor allen Dingen schülerzentrierter zu agieren. Beispielsweise empfiehlt er im Unterricht unvorhersehbar zu agieren, um die Spannung hoch zuhalten. Warum nicht mal sich zum Affen machen in eine andere Rolle schlüpfen oder mit Medien experimentieren. Wenn man normalerweise eher legere Kleidung trägt, mal im Anzug kommen, um bestimmte Themen zu motivieren (z.B. in Englisch im Themengebiet Society and Lifestyles).

Die Ideen sind natürlich manchem bereits aus anderen Büchern bekannt, jedoch liefert er sinnstiftende Beispiele für den eigenen Unterricht. Gerade an den Beispielen hapert es in vielen Büchern. Auch kann das Buch als Nachschlagewerk verstanden werden, da nicht lange um den Brei geredet wird.

Prädikat: sehr empfehlenswert. Tipp: Bei Amazon gebraucht kaufen, da neu recht teuer!