Cube Iwork 10 – Ein billiger Ersatz für das MS Surface?

MS Surface Ersatz?

Mein Wunsch war ein kleines Gerät (Schultasche ist meist schon recht voll), das mich im Schulalltag unterstützt (Sitzungsprotokolle, Noten, E-Mails, …) und auch gerne ein paar Kratzer bekommen darf.

Viele meiner Kollegen setzen auf Macbook Airs, ich habe auch solch ein Gerät. Da es aber mein Hauptrechner ist, bringe ich ihn ungern mit in die Schule. Zumal ich auch einiges an Kabeln angeschlossen habe (Netzteil, USB-Hub, Lightning-Kabel zum externen Monitor, usw.). Diese möchte ich nicht jeden Tag abstöpseln, nur um sie abends wieder anzustöpseln.

Das Microsoft Surface ist im Prinzip genau das richtige Gerät, allerdings ist mir der Kostenfaktor einfach zu hoch für ein Stück Werkzeug. Wie gesagt, die Hardware soll ruhig Kratzer bekommen dürfen.

Seit etwas über einen Monat habe ich ein Gerät, was mir ab nächstem Schuljahr die Arbeit in der Schule erleichtern soll. Es handelt sich um das Cube iwork10 v2. Leider ist es momentan nur direkt über einige Händler aus Fernost zu erhalten. In erster Linie handelt es sich um ein Android/Windows-Tablet, was mich ohne Zubehör 140€ gekostet hat. Ich habe mir noch eine Tastatur und einen Active Stylus für je ca. 20€ dazu gekauft. Alles in Allem hat es mich unter 200€ gekostet, also deutlich unter Surface Preisen. Sicherlich muss man Abstriche machen (s.u.). Mit den Nachteilen kann ich leben.

Hier nun mein kleines Video-Review:

Vorteile

  • Ganz klar der Preis. Für unter 200€ bekommt man einen guten Begleiter für den Schulalltag.
  • Klein. Das Gerät hat einen Bildschirmdiagonale von 10,1 Zoll. Netbook-Größe.
  • Active Stylus Support (Smartboard- + Dokumentenkamera-Ersatz).
  • Die Lieferzeit betrug bei mir über den Online-Händler Banggood ca. 1 Woche.
    • Wenn man die Versandoption „Priority Direct Mail“ und „Germany Direct Express“ auswählt, verzollt der Versender die Ware selbst und man muss keine Zollgebühren bezahlen.

Nachteile

  • Bei einem Defekt muss das Gerät nach Fernost zurückgeschickt werden. Das kostet u.U. ca. 20€.
  • Der Akku hält nur ca. 5 Stunden. Von meinem Macbook bin ich 8+ Stunden gewöhnt.
  • Die Kameras könnten besser sein, da ist noch Luft nach oben.
  • Es muss ein USB-Netzteil gekauft werden, Ladekabel ist vorhanden.
  • Mobil CPU (Intel X5-Z8300).

Hier noch die Links zu den Geräten / Zubehör:

Vokabeltests, HA-Kontrollen, o.ä. schnell korrigieren? Ja, bitte!

Schnell korrigieren dank Korrektur-App

Nicht immer muss man Summaries, Comments, o.ä. korrigieren, sondern oftmals erstellt man einen Schnelltest, um sich kurz einen Überblick über das (Vor-)Wissen / Kompetenzen / … zu machen.

Klar ist, manche Korrektur ist wirklich eintönig und wenig abwechslungsreich. Wer korrigiert denn gerne Multiple Choice und Lückentexte? Warum dann nicht einfach die Maschine für sich arbeiten lassen?

Es gibt derzeit bereits einige Anbieter (vornehmlich aus den USA), die es erlauben mittels vorgefertigter Multiple-Choice-Blätter diese mittels Smartphones auszuwerten. Das  Antwortblatt wird kurz unter die Linse gehalten und ein Bestätigungston gibt bekannt, dass das Antwortblatt ausgewertet wurde und die Werte abgespeichert hat.

Hier ein kurzes Video zur Funktionalität:

Welche Anbieter gibt es?

Da ich für das Auswerten von Vokabeltests (Oldschool, aber trotzdem wichtig) eine App suchte, die mir bei der Bewertung half, kam ich auf die drei Apps Gradecam, Zipgrade und Mastery Connect. Letzteren gehört auch die App Socrative.

Gradecam

Gradecam arbeitet wie viele Apps mit einem Freemium-Modell. Mit der kostenlosen Variante kann man maximal 10 Fragen abfragen, genug um einen groben Eindruck zu bekommen, zu wenig um es in der Schule einzusetzen.

Für mich schied Gradecam direkt schon aus, da ich auf das $15 Abomodell angewiesen sein wollte. Weiterhin ist es nur mit USB-Dokumentenkameras kompatibel.

Mastery Connect

Ähnlich wie Gradecam gibt es für Mastery Connect ein kostenlose Variante, die allerdings auch nur 10 Fragen erlaubt. Mit der TeacherPro Lizenz ist es möglich bis zu 100 Fragen zu stellen, allerdings kostet diese auch saftige $249 pro Jahr. Zu viel des Guten. Es gibt eine Iphone App mit der man die Tests auswerten

Erfahrungen mit Zipgrade

Nun zu Zipgrade, der App für die ich mich zunächst entschied. Es gibt sie für IOS, sowie für Android. Sie kostet nur zwei Dollar für zwei Monat, bzw. sieben Dollar für ein Jahr. Die Daten lassen sich im- und exportieren, sodass diese einfach in Excel oder Tapucate verrechnet werden können.

Ich wollte mir mit Zipgrade den Korrekturaufwand von Vokabeltests etwas erleichtern. Natürlich überlegte ich mir mögliche (falsche) Alternativen zu den richtigen Antworten. Nur eins ist klar, bei den herkömmlichen Vokabeltests muss man das Wort einfach wissen und sogar auf die Rechtschreibung achten, sonst gibt es Punktabzug. Bei Multiple-Choice-Tests muss man diese nicht wissen, sondern kann raten und bekommt im besten Fall mehr Punkte gutgeschrieben als effektiv gewusst wurden.

Das war auch der Grund, warum ich nach kurzer Zeit wieder auf das herkömmliche Modell wechselte.

Es muss nicht gleich ein Surface Pro sein…

Das Microsoft Surface Pro 4 kostet je nach Ausstattung um die 1000€.

Da ich bereits ein Android-Tablet habe, wollte ich wissen, ob es mit einem stinknormalen Android-Tablet die Möglichkeit des Annotierens eines digitalen Dokuments, ähnlich wie mit dem Stylus des Surface, gibt.

Mit dem Surface Pro lassen sich einfach mit dem mitgelieferten Stift Dinge aufschreiben, ohne dass der Handballen einem in die Quere kommt. Leider gibt es nicht viele Apps, die dies unter Android ermöglichen, bis eben auf Inkredible.

Inkredible erkennt aufgrund der geringen Dicke des Stylus, dass es sich eben um einen solchen handeln muss, sodass man auch den Handballen auflegen kann. Im Übrigen ist Inkredible auch im IOS App Store erhältlich.

Mit Inkredible ist die Grundfunktion des Stifts kostenlos. Möchte man andere Schreibstile (z.B. Pinsel, o.ä.)  benutzen, müssen diese gekauft werden.

Ich habe die App erst vor wenigen Tagen kennengelernt, bin aber positiv überrascht. Mal sehen, ob ich es in meinen normalen Unterrichts-Workflow einbaue.

Android-Bild direkt auf Beamer streamen (ohne Kabel/Chromecast/…)

Leider sind in unserer Schule noch nicht viele Dokumentenkameras angeschafft worden, sodass diese immer geliehen und in den Klassenraum getragen werden müssen.

Daher experimentiere ich seit längerem mit der Technik (meist Tablet), um einen mobilen Dokumentenkamera-, bzw. Smartboard-Ersatz für mich zu finden, der in Null-komma-nichts aufgebaut und wieder abgebaut werden kann.

Mein Setup habe ich bereits in einem anderen Artikel beschrieben, jedoch habe ich nun eine App gefunden, die mir das Verkabeln abnimmt und ich das Tablet-Bild ohne zusätzliche Hardware sehr schnell über unser Schul-WLAN auf den Beamer streamen kann, ähnlich etwa wie AppleTV oder Chromecast.

Das hat den Vorteil, dass man mit dem Tablet im Klassenraum mobil ist und auch den Schülern das Tablet in die Hand drücken kann, um z.B. ein PDF zu annotieren (Schülerorientierung).

Die App heisst Livescreen und ist kostenlos für nicht-kommerzielle Zwecke nutzbar. Es gibt eine Pro-Version mit dem gleichen Funktionsumfang. Ich denke, ich werde diese App kaufen, da sie unproblematisch funktioniert (bis auf etwas Ruckeln bei der Übertragung) und ich die Entwickler unterstützen möchte.

LiveScreen - Screen Mirroring – Android-Apps auf Google Play 2016-02-15 10-08-29
Livescreen im Google Play-Store

Wie funktioniert die App?

Zunächst benötigt man ein Android-Gerät, welches mindestens  Android OS-Version 5.0 installiert hat. Nur dann lässt sich das Desktop-Spiegeln nutzen. Wenn man die App startet, wird zunächst die Tablet-eigene WLAN-IP angezeigt, die man sich merken muss. Nun muss man das Spiegeln in der App aktivieren. Es erscheint ähnlich wie beim Chromecast (ich denke, da wird ein Chromecast-Modul emuliert) ein Streaming-Icon im DropDown-Menü, das darauf hinweist, dass aktuell das Tablet-Bild ins Netz gestreamt wird.

Nun muss man am Lehrer-PC die URL samt Port (Standardport = 8080) in den Browser eingeben und man sieht sofort das Bild des Tablets. Es lässt sich damit nicht steuern, das ist auch gut so, damit sich das Gerät nicht von Schülern remote steuern lässt.

Was kann man alles damit anstellen?

Wie bereits beschrieben, lassen sich beispielsweise Arbeitsblätter direkt mit einem Stylus digital annotieren. Man kann Apps, die die Schüler im Lernprozess fördern, für alle anzeigen (z.B. Quizlet).
Weiterhin kann man das Tablet als Dokumentenkamera nutzen, indem man z.B. die App Stage oder einfach nur die Kamera-App startet (siehe Setup-Artikel).