Workflow: Vokabelisten erstellen, Plattform zum Lernen bieten und Tests generieren

Dieser Artikel soll einen einfachen Workflow präsentieren, der

  1. das zentrale Speichern von Vokabellisten ermöglicht
  2. die SuS beim Lernen unterstützt
  3. aus den Vokabeln / lexical chunks wiederum Vokabeltests generiert

Zentrales Speichern / Importieren von Vokabellisten

Viele Schulbuchverlage bieten eigene Apps mit denen die Vokabeln aus den entsprechenden Units gekauft werden können. Diese kosten je nach Verlag um die 6€ pro Installation. Das heißt, dass wenn jeder zweite SoS in einer Klasse die App installiert und die Vokabelliste kauft um die 84€ pro Klasse für virtuelle Daten, eine LISTE! generiert werden. In meinen Augen sind das zusätzliche Kosten, die bei den Kosten der Anschaffung für die Bücher nicht nötig sind.

Vokabeltrainer App
Vokabeltrainer-App

Alternative Quizlet a.k.a Fleißarbeit

Quizlet bietet die Möglichkeit kostenlos die eigenen Vokabeln einzutragen und online, wie offline mit Hilfe von Smartphone oder PC zu lernen.Manchmal sind die Listen auch bereits durch andere Nutzer der Plattform übertragen worden, sodass man diese 1 zu 1 übernehmen kann. Leider sind die Vokabellisten der Schulbuchverlage nicht immer vorhanden, dafür ist es aber möglich die eigenen Vokabellisten mit Fotos aus dem Netz zu vervollständigen.  Für die ersten 7 Units meiner Fachoberschulklasse haben wir die Listen bereits erstellt. Hierfür gehe ich ähnlich vor wie in einem vorhergehenden Artikel erwähnt.

Quizlet importieren
Quizlet importieren

SuS beim Lernen unterstützen

Die Vorzüge von Quizlet habe ich ebenfalls in dem anderen Quizlet-Artikel beschrieben und auf anderen Seiten werden sie noch viel ausführlicher dargelegt.

Tests generieren

Man kann bei Quizlet die Vokabeln auch wieder exportieren, sodass ein Import z.B. in ein Word-Dokument kein Problem darstellt. Dafür habe ich eine Tabelle mit 15 Zeilen erstellt und die entsprechende Zuordnung zur Note unten eingefügt. Das Dokument kann weiter unten im Beitrag heruntergeladen werden.

Ich gehe folgendermaßen vor:

  1. Zunächst exportiere ich die Wörte, die ich prüfen möchte, samt Übersetzung natürlich. Wie unten im Bild zu sehen kann man die Wörter über den Dialog exportieren und auf seine Wünsche anpassen (Trennsymbol usw.)
  2. Jetzt mittels Copy und Paste in die Tabelle des Word-Dokuments einbinden. Das Ganze gleich zweimal, da es eine Lehrerversion und eine Schülerversion gibt.
  3. Jetzt werden bei der Schülerversion die Vokabeln, die abzufragen sind, entfernt. Wozu nun die Lehrerversion?
  4. Die Lehrerversion kann später beim Korrigieren durch die SuS verwendet werden. Hierzu ist es hilfreich den SuS mitzuteilen, ihren Namen auf die Rückseite des Blattes zu schreiben. Auf jeden Fall sollte man nochmals alle Zettel überprüfen, sodass die Korrekturen in Ordnung sind.

Vorteil des Workflows:

  • SuS können überall lernen (ortsunabhängig)
  • Sie können mit Hilfe von Smartphone ohne Buch lernen (Buch-unabhängig).
  • Während des Vokabeltests haben sie alle nötigen Informationen bereits auf dem Blatt, ergo herrscht keine Unruhe wegen Nachfragen wie „Können Sie das dritte Wort nochmal sagen“.
  • Hiermit wird auch das Spicken erschwert.
  • Der Vokabelzettel bietet eine einheitliche Optik und die Felder sind einheitlich. Das ermöglicht eine schnellere Korrektur
  • Die Notenverteilung ist bereits direkt abgedruckt (s.u.) und ermöglicht ebenfalls eine schnellere Korrektur, da keine Prozentzahl o.ä. zu berechnen ist.
Notenverteilung

Anlage:

Vokabeltest

Openboard – eine Alternative für die Smartboard-Software

Smartboards und die Software…

Smartboards sind für manche Lehrenden hilfreich, für andere nur überteuertes Technik-Chichi.

Nun haben wir ein paar Geräte in der Schule, auch wenn keine mehr nachbestellt werden. Diese sollte man trotzdem nutzen können.
An unserer Schule wird eine Image-Software genutzt, die bei jeder Installation eine neue Lizenznummer erstellt. Die Anzahl der Instanzen ist leider begrenzt, sodass die Software aufgrund zu viel erstellten Lizenzen mittlerweile nicht mehr funktioniert. Weiterhin bietet der Hersteller keine Software an, die unter Linux läuft. Ich nutze gerne Linux, da es recht schnell bootet und den gleichen Leistungsumfang wie die Windows-Installation bietet (unsere Computer sind mit einem Dual-Boot-Modus ausgestattet).

Smartboard

Was tun? Umschauen nach Alternativen!

Die Boards sind nun eben da, wäre schade, wenn man sie nicht mehr nutze könnte. Daher schaute ich mich um und landete bei Openboard. Openboard wurde ursprünglich als Fork von OpenSankore durch die Universität von Lausanne weiterentwickelt. Durch die freie Lizenz bietet…

Openboards Vorteile gegenüber  proprietären Alternativen:

  • Jede Lehrkraft kann sich die Software herunterladen und zuhause damit arbeiten
    • ohne Lizenzprobleme
    • mit jedem gängigen Betriebssystem (Win, Mac, Linux)
  • Dokumente können mit in die Schule gebracht und weiterverarbeitet werden
  • Jede Software (Browser, PDF-Reader, …) kann mit virtueller Tinte ergänzt werden
  • Die Software funktioniert nicht nur mit Smartboards, sondern mit allen Boards, da nur eine Mausfunktion vorausgesetzt wird.

Bevor ich noch viele Worte verliere, sollte sich jeder hier einen kleinen Eindruck über die Möglichkeiten von Openboard machen (8 Videos, französisch):

 

Vokabeltests, HA-Kontrollen, o.ä. schnell korrigieren? Ja, bitte!

Schnell korrigieren dank Korrektur-App

Nicht immer muss man Summaries, Comments, o.ä. korrigieren, sondern oftmals erstellt man einen Schnelltest, um sich kurz einen Überblick über das (Vor-)Wissen / Kompetenzen / … zu machen.

Klar ist, manche Korrektur ist wirklich eintönig und wenig abwechslungsreich. Wer korrigiert denn gerne Multiple Choice und Lückentexte? Warum dann nicht einfach die Maschine für sich arbeiten lassen?

Es gibt derzeit bereits einige Anbieter (vornehmlich aus den USA), die es erlauben mittels vorgefertigter Multiple-Choice-Blätter diese mittels Smartphones auszuwerten. Das  Antwortblatt wird kurz unter die Linse gehalten und ein Bestätigungston gibt bekannt, dass das Antwortblatt ausgewertet wurde und die Werte abgespeichert hat.

Hier ein kurzes Video zur Funktionalität:

Welche Anbieter gibt es?

Da ich für das Auswerten von Vokabeltests (Oldschool, aber trotzdem wichtig) eine App suchte, die mir bei der Bewertung half, kam ich auf die drei Apps Gradecam, Zipgrade und Mastery Connect. Letzteren gehört auch die App Socrative.

Gradecam

Gradecam arbeitet wie viele Apps mit einem Freemium-Modell. Mit der kostenlosen Variante kann man maximal 10 Fragen abfragen, genug um einen groben Eindruck zu bekommen, zu wenig um es in der Schule einzusetzen.

Für mich schied Gradecam direkt schon aus, da ich auf das $15 Abomodell angewiesen sein wollte. Weiterhin ist es nur mit USB-Dokumentenkameras kompatibel.

Mastery Connect

Ähnlich wie Gradecam gibt es für Mastery Connect ein kostenlose Variante, die allerdings auch nur 10 Fragen erlaubt. Mit der TeacherPro Lizenz ist es möglich bis zu 100 Fragen zu stellen, allerdings kostet diese auch saftige $249 pro Jahr. Zu viel des Guten. Es gibt eine Iphone App mit der man die Tests auswerten

Erfahrungen mit Zipgrade

Nun zu Zipgrade, der App für die ich mich zunächst entschied. Es gibt sie für IOS, sowie für Android. Sie kostet nur zwei Dollar für zwei Monat, bzw. sieben Dollar für ein Jahr. Die Daten lassen sich im- und exportieren, sodass diese einfach in Excel oder Tapucate verrechnet werden können.

Ich wollte mir mit Zipgrade den Korrekturaufwand von Vokabeltests etwas erleichtern. Natürlich überlegte ich mir mögliche (falsche) Alternativen zu den richtigen Antworten. Nur eins ist klar, bei den herkömmlichen Vokabeltests muss man das Wort einfach wissen und sogar auf die Rechtschreibung achten, sonst gibt es Punktabzug. Bei Multiple-Choice-Tests muss man diese nicht wissen, sondern kann raten und bekommt im besten Fall mehr Punkte gutgeschrieben als effektiv gewusst wurden.

Das war auch der Grund, warum ich nach kurzer Zeit wieder auf das herkömmliche Modell wechselte.

Moodle auch mit Tablet / Smartphone bedienen?

Moodle mit dem Smartphone bedienen

Momentan nutze ich Moodle u.a. in meinen Programmiertechnik-Kursen, im Prinzip in jedem IT-nahen Fach. Da die Arbeit hauptsächlich am PC stattfindet ist es auch kein Problem Moodle über einen Browser aufzurufen.

In meinem Zweitfach Englisch nutzte ich Moodle bis jetzt nur im Referendariat (BG Oberstufe). Ich lud Zusatzmaterial, Übungen, u.ä. hoch, damit die S&S sich selbstständig damit auseinandersetzten. Später band ich viele verschiedene Möglichkeiten wie Learningapps, Etherpad zur kollaborativen Erstellung von Texten (z.B. Comment) in den Moodle Kurs ein.

Das Problem: Wir mussten stets in einen Computerraum gehen, damit die S&S mit Moodle arbeiten konnten. Sehr umständlich.

Lösung

Die meisten S&S besitzen ein Smartphone oder Tablet und können dieses mit in den Unterricht bringen. An meiner Schule gibt es glücklicherweise kein Handyverbot. Mit den letzten Iterationen ist die Moodle-App deutlich besser geworden. Wenn es sich auch um keine Schönheit handelt.

Nicht nur können die S&S Inhalte während des Unterrichts leichter abrufen, auch unterwegs kann leichter darauf zugegriffen werden.

 

Moodle Mobile im Google Play Store
Moodle Mobile im Apple App Store

Screenshots

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Welche (Lehrer-)Software setze ich ein?

EDIT (18.04.2016): Der Artikel ist jetzt genau ein Jahr alt. Zeit für ein Update.

Seit der dritten Klasse nutze ich Rechner und bin bis ca. 2005 ausschließlich mit Windows unterwegs gewesen. Durch mein Studium der Informatik habe ich den Blick über den Tellerrand gewagt und bin komplett auf Linux umgestiegen.

2013 dann habe ich mir ein Macbook Air gekauft aus mehreren Gründen, die ich jetzt gerne hier schildern möchte. Später dann gehe ich auf die einzelne Software ein, die ich für den Schulalltag benutze, da mich ein Kollege zuletzt gebeten hat, ihm als Mac-Neuling ein paar Tipps zu geben.

Gründe für den Wechsel:

  • Software, Software, Software. Klar gibt es auch unter Linux sehr viel Software, gerade viele Open Source Projekte, jedoch sind diese auch häufig bereit für den Mac angepasst, z.B. Chromium, Wine, usw.
  • Der App Store macht es sehr einfach, gute und günstige Software zu finden. Ja, ich bin bereit für gute Software Geld in die Hand zu nehmen.
  • Die native Unterstützung von Codecs und Software (z.B. MS Office) hat mir ebenfalls gefallen. LibreOffice kann leider immer noch nicht MS Office das Wasser reichen.

Negatives: Kosten. Ein Riesenfaktor. Einfach mal so 1000€ für ein Stück Hardware auszugeben, ist nicht jedermanns Sache. Ich sehe den Laptop als mein Werkzeug an, an dem ich im Refrendariat gut und gerne mal 8 Std. am Tag verbracht habe. Jeder Handwerker würde mir zustimmen, wenn ich sage: Gutes Werkzeug kostet Geld. Bei Apple zahlt man nicht für die Hardware an sich, sondern das Gesamtpaket Hardware und Software.

Also nun meine Softwareliste:

  • Chromium
    • Browser: Community Open Source Variante von Google Chrome
  • Forklift
    • Sehr umfangreicher Dateiverwaltungstool. Norton Commander im 21. Jahrhundert. Kann FTP, SFTP, …, Amazon S3, …
  • Little Snitch
    • Desktop Firewall mit sehr umfangreichen Tweaking und Netzwerkdiagnose
  • Office 2015: Word, Excel
  • LibreOffice
    • Bei odp- Schülerlösungen o.ä.
  • Pixelmator
    • Grafikprogramm, was sehr nah an Photoshop kommt und immer mal wieder stark reduziert ist.
  • Wondershare PDF Editor Pro
    • Mittlerweile heißt die Software wohl anders, ich habe sie im Rahmen von einem Wondershare-Bundle gekauft. Nicht perfekt, aber für meine Zwecke ausreichend (z.B. um PDFs zu verbessern)
  • Readkit
    • Mein RSS-Newsreader, mit dem ich mir die Feeds von Feedly zustellen lasse (z.B. andere Lehrer-Blogs wie der von Herrn Rau oder Jochen Lueders oder auch Heise News.
  • Textwrangler
    • Das Notepad++ Äquivalent für den Mac. Kostenlos
  • Eclipse
    • Die Standard-IDE für die Schule
  • Logisim
    • Eine einfache Software, um Digitale Schaltungen in der Schule zu simulieren (Open Source)
  • IpCalculatorver4
    • Zum Errechnen von Subnetzen
  • yEd
    • Super Tool, um z.B. Concept Maps oder Mind-Maps zu erstellen.
  • Cmaptools
    • Ein weiteres Tool, um umfangreiche Concept Maps zu zeichnen. Funktioniert sogar kollaborativ in der Cloud
  • Seafile
    • Zum Synchronisieren meiner Schuldaten verwende ich Seafile (Link), aber auch um dem Fotowust in unserer Familie Herr zu werden.

Linktipp: Macbundles.de Hier kann man sich den Newsletter abonnieren, der immer mitteilt, falls es kostengünstige Software-Bundles angeboten werden.

Zum Schluss noch ein Tipp zur Verwaltung von Schülernoten, usw.:  Tapucate

Digital Signage in unserer Schule – And so it begins…

Edit (02.05.16): Mittlerweile hängt am Lehrerzimmer ein Infopanel. Demnächst gebe ich eine Schulung zwecks Administration.

Was ist Digital Signage?

Unter Digital Signage versteht man die Nutzung von Flachbildschirmen als Medieninhalte, z.B. als Nachrichtenträger oder auch als Werbung. Man kennt diese Geräte zum Beispiel von Flughäfen oder Hotels

Digital Signage, San Juan Airport

Digital Signage, San Juan Airport steht unter der CC BY-NC-ND 2.0-Lizenz

Zweck

Da die Informationsweitergabe an die Schüler, aber auch an die Eltern z.B. beim Tag der offenen Tür, auf den aktuellen Stand der Technik gehoben werden soll, schlug ich unserem Abteilungsleiter vor, das Infopanel zu aktualisieren.
Mit einer Digital-Signage-Lösung lassen sich wichtige Informationen leichter übermitteln. Beispielsweise kann man den Vertretungsplan (s.u.), aktuelle Termine und Nachrichten rund um die Schule anzeigen. Dies läuft allerdings noch passiv, d.h. ohne Benutzerinteraktion.

Welche Software / Hardware wird gebraucht?

Es gibt sehr viele DS-Anbieter auf dem Markt. Viele bieten gute, aber auch teure Lösungen an. Meist bekommt man Hardware, Software und Service aus einer Hand.
Sehr bequem, aber hoffnungslos überteuert und zu unflexibel für den Schuleinsatz. Aus diesem Grund habe ich mich für die Open-Source-Lösung Xibo entschieden.

Xibo bietet eine unheimliche Flexibilität ähnlich wie Linux, d.h. aber auch, dass man im Vorfeld alles genau konfigurieren muss.
Unter Anderem bietet es:

  • Benutzeraccounts und -gruppen mit unterschiedlichen Rechten (s.u.)
  • Terminplanung für besondere Ereignisse, z.B. Elternsprechtag mit Rauminformationen, …
  • Verschiedene Layouts für verschiedene Events oder Displays, z.B. ein Display auf dem hauptsächlich der Vertretungsplan angezeigt wird, ein anderes für Infos für Besucher, …
  • Eine Vielzahl von Extramodulen, z.B. RSS-News, Youtube-Videos, …

Was wird für Xibo benötigt?

Zunächst einmal muss ein Xibo-CMS installiert werden. Dafür wird lediglich ein Webserver benötigt (z.B. Apache2), PHP-Module und Mysql, d.h. es läuft auf nahezu allen gängigen Betriebssystemen.
Ich habe mich in Sachen Hardware für eine Asrock Beebox mit 8GB Ram und 128GB SSD von Samsung entschieden. Darauf läuft Ubuntu 16.04 LTS, da es hierfür mind. 5 Jahre Updates gibt und es sich weiterhin leicht updaten lässt. Sicherheitsupdates werden weiterhin automatisch installiert.

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Xibo-Server wird installiert (@home)

Weiterhin benötigt man für jedes Display / TV einen Client, der dann die Inhalte vom Server holt und diese auf dem Display anzeigt. Dieser läuft aktuell leider nur auf Windows- bzw. Android-Basis stabil. Die Entwicklung des Ubuntu-Clients hat man zunächst bis zur Version 1.8 zurückgestellt. Mit der kommenden Version soll dann auch erstmalig eine Interaktion mittels Touch möglich sein.
Auch hier wird eine Asrock Beebox eingesetzt, da diese sehr stromsparend ist, gute Leistungen bietet und vor allem auf drei Displayausgänge hat (2x HDMI und 1x Displayport), d.h. im Extremfall kann man mit einem Gerät drei Displays gleichzeitig bedienen. Allerdings ist dann eine Videowiedergabe aufgrund der begrenzten Grafikkarten-Performance mit Qualen verbunden.

Alternative Xibo-Hoster

Wem dieser Aufwand zu groß ist, der kann auch auf eine Vielzahl von Xibo-CMS-Hostern zurückgreifen, die die gleiche Funktionalität für schmales Geld bieten. Beispielsweise wäre xibo-de.com zu nennen, die für einen kleinen einstelligen Betrag pro Monat ein Xibo-CMS betreiben lassen.

Aktueller Stand

Momentan ist der Server installiert und konfiguriert. Er wurde in den Osterferien im Verwaltungsnetz installiert, sodass das Sekretariat und die Schulleitung neue Infos und Termine publizieren kann. Weiterhin installierte ich den Client und hänge ihn ebenfalls ins Netz. Der oben abgebildete Monitor wird dann das erste Anzeigeelement sein, welches am Lehrerzimmer installiert wurde.

Später dann werden dann zwei 50 Zoll TVs angeschafft, die dann ebenfalls zur Informationsweitergabe verwendet werden.

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Linux Einstieg in der Berufsschule mittels VPS?

VPS? Was ist das?

Auf real existierender Hardware werden mehrere virtuelle Server emuliert, sodass auf einem Gerät eine Vielzahl kleiner Servern laufen kann. Aufgrund der extrem geringen Systemanforderungen von Linux kann so eine hohe zweistellige Zahl an virtuellen privaten Servern (kurz VPS) auf nur einem physischen Gerät betrieben werden.

Das Ganze ist nicht nur sehr angenehm für Admins, sondern diese Virtualisierung lohnt sich vor allen Dingen für preisbewusste Kunden. Es ist ohne Weiteres möglich einen VPS für unter 5€ im Monat zu bekommen. Zu bestimmten Terminen wie Black Friday oder Weihnachten stellen Hosting-Anbieter noch günstigere VPS-Angebote ins Netz.

Einer meiner VPS bietet mir 1 CPU Core, 512MB RAM, 80GB HDD, 1TB Bandbreite und 1 IPV4 + 10 IPV6 Adressen. Das Ganze kostet mich 30€ im JAHR!
Wozu das Ganze? Um ein paar Stichworte zu nennen: eigene VPN-Umgebung, Compile-Server, eigene Cloud-Umgebung, usw.

Virtuelle Server? Was hat das mit Schule zu tun?

Nicht nur privat kann man VPS nutzen. In der Ausbildung von Fachinformatikern bietet sich der Blick über den Tellerrand (Richtung Linux) an.

Ein weiterer Pluspunkt: VPS stehen mit beiden Beinen im Internet und müssen nicht erst per NAT o.ä. künstlich ins Internet gehoben werden, wie es mit einer Windows-Instanz aus dem Schulnetz der Fall wäre.
Weiterhin ist das mühsame Installieren Vergangenheit, da die Installationen sich leicht über die Hoster-Weboberfläche auf den Ursprungszustand zurücksetzen lassen (siehe Screenshot). Das bedeutet, dass die Azubis nichts kaputt machen können. Viele Anbieter bieten meist mehrere Linux-Distributionen an, sodass man alle kennenlernen kann und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede praktisch feststellen kann.

Distributionen
Distributionsauswahl

Verortung im Rahmenlehrplan

Im Rahmenlehrplan der Fachinformatiker habe ich mehrere Lernfelder ausmachen können, die zum Einsatz von VPS einladen:

Lernfeld 7: Vernetzte IT-Systeme z.B. Planung, Aufbau und Konfiguration von Netzwerkbetriebssystemen; Inbetriebnahme und Übergabe (Benutzer- und Ressourcenverwaltung)

Lernfeld 10: Betreuen von IT-Systemen z.B. Warten und Instandhalten – Hard- und Softwarekomponenten

Kostenübernahme

Im Gegensatz zu einer einmaligen Investition wie dem Kauf von mehreren Raspberry Pis, stelle ich mir die Kostenübernahme durch Schulträger schwieriger vor. Allerdings sind die Kosten für einen VPS sehr gering, sodass jeder Azubi zumindest einen VPS für 1-2 Monate mieten können dürfte. Eine Unterstützung durch den Arbeitgeber kann ich mir in vielen Fällen auch vorstellen.

Auswahl des VPS-Anbieters

Natürlich unterscheiden sich die Anbieter nicht nur im Preis, sondern auch in Ruf und Leistung. Oftmals gibt es Anbieter, die extrem günstige Preise aufrufen, da sie erst kurz auf dem Markt sind oder auch zu viele Instanzen auf einem Host (sprich „overselling“) laufen lassen. Auf lowendtalk.com kann man Angebote für VPS einholen und sich gleichzeitig über die Erfahrungen mit den Anbietern austauschen.
Weitere gute Anlaufpunkte sind lowendbox.com und lowendstock.com.

RSS-Weiterleitung zu WordPress.com

Daran, dass WordPress.com Werbung in meinen Artikeln darstellt, hätte ich denken können. Eine eigene WordPress-Instanz hätte ich einfach von Anfang an installieren sollen. Vielleicht mache ich das in den Sommerferien. Dann habe ich auch Zeit, das Ganze umzuziehen.

Bis auf die Werbung stört mich, dass meine Domain-Weiterleitung von informaticana.de auf die Wordpress-Seite keine RSS-Feed-Option ermöglicht. Gerade für Feedly-Leser wie mich ein wichtiger Faktor.

Also loggte ich mich per FTP auf meinem Webspace an und schaute mich um. Siehe da, es scheint, als ob die Weiterleitung per CGI Script ermöglicht wird.

ForkLift 2016-02-11 16-24-54

Es muss doch auch möglich sein, das Skript anzupassen, sodass auch der RSS-Feed weitergeleitet wird. Schließlich bekam ich heraus, dass die RSS-Feed-Adresse in der eigentlichen Seite mitgegeben wird, unter dem Tag:

<link rel=alternate“ type=“application/rss+xml“ …>

Also noch kurzerhand die eigentliche Feed-Seite herausfinden und ins CGI-Skript eintragen.

view-source:informaticana.de 2016-02-11 16-22-14

Siehe da. Funktioniert.

EDIT (9.7.16): Mittlerweile habe ich eine eigene WordPress-Umgebung, daher wird die unten genannte Lösung für mich erstmal nicht mehr benötigt.

Android-Bild direkt auf Beamer streamen (ohne Kabel/Chromecast/…)

Leider sind in unserer Schule noch nicht viele Dokumentenkameras angeschafft worden, sodass diese immer geliehen und in den Klassenraum getragen werden müssen.

Daher experimentiere ich seit längerem mit der Technik (meist Tablet), um einen mobilen Dokumentenkamera-, bzw. Smartboard-Ersatz für mich zu finden, der in Null-komma-nichts aufgebaut und wieder abgebaut werden kann.

Mein Setup habe ich bereits in einem anderen Artikel beschrieben, jedoch habe ich nun eine App gefunden, die mir das Verkabeln abnimmt und ich das Tablet-Bild ohne zusätzliche Hardware sehr schnell über unser Schul-WLAN auf den Beamer streamen kann, ähnlich etwa wie AppleTV oder Chromecast.

Das hat den Vorteil, dass man mit dem Tablet im Klassenraum mobil ist und auch den Schülern das Tablet in die Hand drücken kann, um z.B. ein PDF zu annotieren (Schülerorientierung).

Die App heisst Livescreen und ist kostenlos für nicht-kommerzielle Zwecke nutzbar. Es gibt eine Pro-Version mit dem gleichen Funktionsumfang. Ich denke, ich werde diese App kaufen, da sie unproblematisch funktioniert (bis auf etwas Ruckeln bei der Übertragung) und ich die Entwickler unterstützen möchte.

LiveScreen - Screen Mirroring – Android-Apps auf Google Play 2016-02-15 10-08-29
Livescreen im Google Play-Store

Wie funktioniert die App?

Zunächst benötigt man ein Android-Gerät, welches mindestens  Android OS-Version 5.0 installiert hat. Nur dann lässt sich das Desktop-Spiegeln nutzen. Wenn man die App startet, wird zunächst die Tablet-eigene WLAN-IP angezeigt, die man sich merken muss. Nun muss man das Spiegeln in der App aktivieren. Es erscheint ähnlich wie beim Chromecast (ich denke, da wird ein Chromecast-Modul emuliert) ein Streaming-Icon im DropDown-Menü, das darauf hinweist, dass aktuell das Tablet-Bild ins Netz gestreamt wird.

Nun muss man am Lehrer-PC die URL samt Port (Standardport = 8080) in den Browser eingeben und man sieht sofort das Bild des Tablets. Es lässt sich damit nicht steuern, das ist auch gut so, damit sich das Gerät nicht von Schülern remote steuern lässt.

Was kann man alles damit anstellen?

Wie bereits beschrieben, lassen sich beispielsweise Arbeitsblätter direkt mit einem Stylus digital annotieren. Man kann Apps, die die Schüler im Lernprozess fördern, für alle anzeigen (z.B. Quizlet).
Weiterhin kann man das Tablet als Dokumentenkamera nutzen, indem man z.B. die App Stage oder einfach nur die Kamera-App startet (siehe Setup-Artikel).

NoPhish – Eine Lernapp zur Erkennung von Phishing Attacken

Zusammen mit der TU Darmstadt (SeCuSo) soll an unserer Schule die Wirksamkeit einer Lernapp im Laufe des aktuellen Halbjahrs evaluiert werden. Bei NoPhish handelt es sich um eine gamifizierte Lernapp, die den SuS helfen soll, Phishing-Webseiten zu erkennen. Sie ist auch vorab bereits im Play Store runterladbar.
EDIT (21. Mai 2015): Die App ist direkt über die Homepage der Secuso-Gruppe der TU Darmstadt erhältlich.

NoPhish
Screenshot aus dem Play Store

Dabei werden wir diese App in Zusammenarbeit mit der TU sowohl im Beruflichen Gymnasium, als auch in den dualen IT-Klassen auf ihre Wirksamkeit evaluieren. Zwar verfügen die meisten SuS über ein Android Smartphone, aber eben nicht alle, daher wird die TU mehrere Android Smartphones zusätzlich zur Verfügung stellen. Ich bin gespannt auf die Durchführung und werde berichten.

Link im Play Store.
EDIT: neuer Link

Kostenlose Android Apps für den Unterricht

Amazon hat mal wieder ein Bundle aus zeitlich limitierten (bis Samstag , den 18. April 2015) kostenlosen Apps. Darunter sind auch einige, die sich im Unterrichtskontext nutzen lassen können:

  • TouchDraw
    • Z.B. um Programmablaufpläne oder Flow-Charts, o.ä.TouchDraw
  • Mobile Doc Scanner
    • Um schnell Rundbriefe oder Buchauszüge mit dem Smartphone oder Tablet einscannen zu können
    • Sonst sind 6,99€ fällig.61STBS5AakL
  • LectureNotes
    • Um z.B. PDFs zu annotieren
    • Standardpreis: 3,756192O8L-RlL
  • Wolfram Alpha
    • Super Tool, um schnell Daten nachzuschauen.
    • Genauere Beschreibung dazu u.a. in diesem Blog oder auch in diesem MOOC vom Land Baden-Württemberg.
    • Kostet normalerweise 2,46€.61vIyNRwAVL
  • Oxford Spanish Dictionary
    • kostet normalerweise 15,38€.81AlFZ2qQRL
  • Splashtop Whiteboard
    • Damit kann man u.a. Powerpoint Präsentationen mit Hilfe des Tablets steuern.
    • Diese App kostet sonst 27,38€.91N-UMT5wxL