Welche (Lehrer-)Software setze ich ein?

EDIT (18.04.2016): Der Artikel ist jetzt genau ein Jahr alt. Zeit für ein Update.

Seit der dritten Klasse nutze ich Rechner und bin bis ca. 2005 ausschließlich mit Windows unterwegs gewesen. Durch mein Studium der Informatik habe ich den Blick über den Tellerrand gewagt und bin komplett auf Linux umgestiegen.

2013 dann habe ich mir ein Macbook Air gekauft aus mehreren Gründen, die ich jetzt gerne hier schildern möchte. Später dann gehe ich auf die einzelne Software ein, die ich für den Schulalltag benutze, da mich ein Kollege zuletzt gebeten hat, ihm als Mac-Neuling ein paar Tipps zu geben.

Gründe für den Wechsel:

  • Software, Software, Software. Klar gibt es auch unter Linux sehr viel Software, gerade viele Open Source Projekte, jedoch sind diese auch häufig bereit für den Mac angepasst, z.B. Chromium, Wine, usw.
  • Der App Store macht es sehr einfach, gute und günstige Software zu finden. Ja, ich bin bereit für gute Software Geld in die Hand zu nehmen.
  • Die native Unterstützung von Codecs und Software (z.B. MS Office) hat mir ebenfalls gefallen. LibreOffice kann leider immer noch nicht MS Office das Wasser reichen.

Negatives: Kosten. Ein Riesenfaktor. Einfach mal so 1000€ für ein Stück Hardware auszugeben, ist nicht jedermanns Sache. Ich sehe den Laptop als mein Werkzeug an, an dem ich im Refrendariat gut und gerne mal 8 Std. am Tag verbracht habe. Jeder Handwerker würde mir zustimmen, wenn ich sage: Gutes Werkzeug kostet Geld. Bei Apple zahlt man nicht für die Hardware an sich, sondern das Gesamtpaket Hardware und Software.

Also nun meine Softwareliste:

  • Chromium
    • Browser: Community Open Source Variante von Google Chrome
  • Forklift
    • Sehr umfangreicher Dateiverwaltungstool. Norton Commander im 21. Jahrhundert. Kann FTP, SFTP, …, Amazon S3, …
  • Little Snitch
    • Desktop Firewall mit sehr umfangreichen Tweaking und Netzwerkdiagnose
  • Office 2015: Word, Excel
  • LibreOffice
    • Bei odp- Schülerlösungen o.ä.
  • Pixelmator
    • Grafikprogramm, was sehr nah an Photoshop kommt und immer mal wieder stark reduziert ist.
  • Wondershare PDF Editor Pro
    • Mittlerweile heißt die Software wohl anders, ich habe sie im Rahmen von einem Wondershare-Bundle gekauft. Nicht perfekt, aber für meine Zwecke ausreichend (z.B. um PDFs zu verbessern)
  • Readkit
    • Mein RSS-Newsreader, mit dem ich mir die Feeds von Feedly zustellen lasse (z.B. andere Lehrer-Blogs wie der von Herrn Rau oder Jochen Lueders oder auch Heise News.
  • Textwrangler
    • Das Notepad++ Äquivalent für den Mac. Kostenlos
  • Eclipse
    • Die Standard-IDE für die Schule
  • Logisim
    • Eine einfache Software, um Digitale Schaltungen in der Schule zu simulieren (Open Source)
  • IpCalculatorver4
    • Zum Errechnen von Subnetzen
  • yEd
    • Super Tool, um z.B. Concept Maps oder Mind-Maps zu erstellen.
  • Cmaptools
    • Ein weiteres Tool, um umfangreiche Concept Maps zu zeichnen. Funktioniert sogar kollaborativ in der Cloud
  • Seafile
    • Zum Synchronisieren meiner Schuldaten verwende ich Seafile (Link), aber auch um dem Fotowust in unserer Familie Herr zu werden.

Linktipp: Macbundles.de Hier kann man sich den Newsletter abonnieren, der immer mitteilt, falls es kostengünstige Software-Bundles angeboten werden.

Zum Schluss noch ein Tipp zur Verwaltung von Schülernoten, usw.:  Tapucate

Linux Einstieg in der Berufsschule mittels VPS?

VPS? Was ist das?

Auf real existierender Hardware werden mehrere virtuelle Server emuliert, sodass auf einem Gerät eine Vielzahl kleiner Servern laufen kann. Aufgrund der extrem geringen Systemanforderungen von Linux kann so eine hohe zweistellige Zahl an virtuellen privaten Servern (kurz VPS) auf nur einem physischen Gerät betrieben werden.

Das Ganze ist nicht nur sehr angenehm für Admins, sondern diese Virtualisierung lohnt sich vor allen Dingen für preisbewusste Kunden. Es ist ohne Weiteres möglich einen VPS für unter 5€ im Monat zu bekommen. Zu bestimmten Terminen wie Black Friday oder Weihnachten stellen Hosting-Anbieter noch günstigere VPS-Angebote ins Netz.

Einer meiner VPS bietet mir 1 CPU Core, 512MB RAM, 80GB HDD, 1TB Bandbreite und 1 IPV4 + 10 IPV6 Adressen. Das Ganze kostet mich 30€ im JAHR!
Wozu das Ganze? Um ein paar Stichworte zu nennen: eigene VPN-Umgebung, Compile-Server, eigene Cloud-Umgebung, usw.

Virtuelle Server? Was hat das mit Schule zu tun?

Nicht nur privat kann man VPS nutzen. In der Ausbildung von Fachinformatikern bietet sich der Blick über den Tellerrand (Richtung Linux) an.

Ein weiterer Pluspunkt: VPS stehen mit beiden Beinen im Internet und müssen nicht erst per NAT o.ä. künstlich ins Internet gehoben werden, wie es mit einer Windows-Instanz aus dem Schulnetz der Fall wäre.
Weiterhin ist das mühsame Installieren Vergangenheit, da die Installationen sich leicht über die Hoster-Weboberfläche auf den Ursprungszustand zurücksetzen lassen (siehe Screenshot). Das bedeutet, dass die Azubis nichts kaputt machen können. Viele Anbieter bieten meist mehrere Linux-Distributionen an, sodass man alle kennenlernen kann und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede praktisch feststellen kann.

Distributionen
Distributionsauswahl

Verortung im Rahmenlehrplan

Im Rahmenlehrplan der Fachinformatiker habe ich mehrere Lernfelder ausmachen können, die zum Einsatz von VPS einladen:

Lernfeld 7: Vernetzte IT-Systeme z.B. Planung, Aufbau und Konfiguration von Netzwerkbetriebssystemen; Inbetriebnahme und Übergabe (Benutzer- und Ressourcenverwaltung)

Lernfeld 10: Betreuen von IT-Systemen z.B. Warten und Instandhalten – Hard- und Softwarekomponenten

Kostenübernahme

Im Gegensatz zu einer einmaligen Investition wie dem Kauf von mehreren Raspberry Pis, stelle ich mir die Kostenübernahme durch Schulträger schwieriger vor. Allerdings sind die Kosten für einen VPS sehr gering, sodass jeder Azubi zumindest einen VPS für 1-2 Monate mieten können dürfte. Eine Unterstützung durch den Arbeitgeber kann ich mir in vielen Fällen auch vorstellen.

Auswahl des VPS-Anbieters

Natürlich unterscheiden sich die Anbieter nicht nur im Preis, sondern auch in Ruf und Leistung. Oftmals gibt es Anbieter, die extrem günstige Preise aufrufen, da sie erst kurz auf dem Markt sind oder auch zu viele Instanzen auf einem Host (sprich „overselling“) laufen lassen. Auf lowendtalk.com kann man Angebote für VPS einholen und sich gleichzeitig über die Erfahrungen mit den Anbietern austauschen.
Weitere gute Anlaufpunkte sind lowendbox.com und lowendstock.com.

Freifunk-Zugang absichern?

Frei nach dem Motto: „Better be safe, than sorry“ erkläre ich in diesem Beitrag, wie man seine Freifunk Umgebung im Heimnetz mittels einer Fritzbox absichern kann.

Zwar wird der Traffic, der von Wlan-Gästen aus dem Freifunk Netz kommt, direkt über die Server der Freifunk Gemeinde weitergeleitet (siehe Video), jedoch ist es besser Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

Zunächst bieten aktuelle Fritzboxen einen Gastmodus an. Dieser Gastmodus ist in einem anderen VLAN als alle anderen Geräte unterwegs und die Benutzer im Gastnetz sehen die anderen Geräte im „normalen“ Heimnetz nicht und vice versa.
Das Gastnetz ist zwar in erster Linie für ein eigenes WLAN gedacht, das VLAN lässt sich jedoch auch auf die vierte LAN-Buchse der Fritzbox legen (siehe Bild Freifunk-AP auf Lan 4 und Gastzugang).

FRITZ!Box 2016-01-15 19-44-23
Freifunk-AP auf Lan 4
FRITZ!Box 2016-01-15 19-43-46
Gastzugang

Nun ist sichergestellt, dass es auch im Falle eines Sicherheitslochs im Freifunk-Router ein weiteres Vorkommen erschwert wird. Nun gibt es die Möglichkeit Filterlisten in der Fritzbox anzulegen. Zum einen Blacklists und Whitelists.
Blacklists sind Negativlisten, die den Zugang zu solchen IPs / Domains sperren, die dort eingetragen wurden. Whitelist tun genau das Gegenteil. Sie erlauben generell nichts, sondern nur die Einträge, die sich in ihr befinden.

Solch eine Whitelist habe ich angelegt und nach Rücksprache mit den örtlichen Freifunkern eingetragen (siehe Bild Whitelist 2)

FRITZ!Box 2016-01-15 19-45-40
Whitelist 1
FRITZ!Box 2016-01-15 19-46-16
Whitelist 2

Nun kann auch der Freifunk-Router nur Verbindungen zu den Freifunk-Routern aufbauen.

Fazit

  1. Freifunk-Router hat sein eigenes LAN => bei Sicherheitsproblemen in der Freifunk-Firmware kann der Angreifer höchstens im Netz Unfug treiben.
  2. Freifunk-Router darf nur Whitelist-Eintrag ‚darmstadt.freifunk.net‘ nutzen => selbst bei Sicherheitsproblem in der Freifunk-Firmware kann er den Internetzugang nicht als Spam oder Betrugspunkt nutzen.

Freifunk – ich mach nach langem hin und her auch mit

Seit ca. 14 Jahren, als ich meinen ersten DSL-Anschluss hatte und WLAN mit 802.11b mit gerade einmal theoretischen 11Mbit verfügbar war, wollte ich mich mit meinen Freunden über Wlan direkt vernetzen. Es gab keine schnellen Handy-Datenverbindungen, bzw. waren diese minütlich getaktet und richtig teuer.

Ich bastelte die berühmte Pringles-Dose, eine Bi-Quad Antenne, doch sonst konnte sich kaum jemand für die Idee begeistern, bzw. waren die Distanzen einfach zu groß.

Mittlerweile wohne ich in einer Stadt, in der es auch ein Freifunk-Netz gibt und das meinem damaligen Traum sehr nahe kommt.

Obwohl es nun in den meisten Städten in Deutschland gute Breitbandverbindungen gibt und somit ein solches Netz nicht unbedingt notwendig ist, finde ich die Idee eines Bürgernetzes sehr interessant.

Da es nicht immer möglich ist, eine Richtfunkverbindung aufzubauen, behilft sich Freifunk zunächst damit, alle Verbindungen mittels eines VPNs ins Internet zu tunneln.

Zunächst war ich etwas zurückhaltend aufgrund der Störerhaftung, jedoch wird dies bei Freifunk mit Hilfe des VPNs minimiert.

In vielen deutschen Städten wird es  Flüchtlingen mithilfe von Freifunk ermöglicht, mit der Heimat im Kontakt zu bleiben.

Spätestens seit dem Vortrag eines Verantwortlichen von Freifunk auf dem aktuellen CCC-Congress (32c3), bin ich überzeugt.

 

Wie kann man mitmachen?

Zunächst benötigt man einen günstigen Plasterouter. Er kostet circa 30 €. Danach muss einen Custom Firmware geflasht werden. Diese ist auf der lokalen Freifunk-Webseite downloadbar. Nun muss der gewünschte Knotenname, die Geokoordinaten, sowie die bereitzustellende Geschwindigkeit für Freifunk eingetragen werden.

Zuletzt erhält man den öffentlichen Schlüssel des eigenen Geräts, welchen man den Freifunk-Verantwortlichen schicken muss.

Nun ist der Router Teil des Freifunknetzes.

Auch interessant

Freifunk tunnelt den Traffic seit dem 01.01.2016 nicht mehr über kommerzielle VPN-Anbieter, sondern sind sogar Mitglied der RIPE und besitzen eigene Server über die Traffic ins Internet (in Deutschland) getunnelt wird.

 

 

Meine (aktuellen) Informatik-Links

Hier nun meine aktuelle unkommentierte Linkliste.

GenerellesMaterial

Gutes Unterrichtsmaterial
[informatikunterricht] – Home (auf informatikZentrale.de)
Gymnasium Ideensammlung
OS,SQL, etc.
Tino Hempel
Links zu Unterrichtmaterial
Inf-Schule
Informatik in der Oberstufe – Index
Melzkaffee – Informatik
Informatik Grundkurs Klasse 12
Netze und ihre Ausdehnung | online-wissen
Skriptum Informatik: Inhaltsverzeichnis

HTML/PHP/DB

HTML

Free Website Templates
HTML and CSS Table Border Style Wizard
Bento – Learn HTML and CSS in your browser!
Html shell

DB

Relationale Datenbanken | Chrissis‘ Edublog

SQL-TutorialMiniwelten zur Modellierung

PHP Grundlagen – Software Entwicklung und IT Projektmanagement

PHP für dich – Der echo bzw. print Befehl

mysql => php

Datenbank (alles) => Arbeitsblätter

Gästebuch mit PHP und MySQL – Lehrer-Online

Projektarbeit Warenwirtschaftssystem – Lehrer-Online

SQL Tutorial

Peter Kropff

Betriebssysteme

Betriebssysteme

Prof. Dr. Christian Baun – Vorlesungen

Operating Systems Course, (SS2014)

Netze

Netzwerksimulation

Rechnernetzen: Material und Unterrichtseinheiten

Netzwerktechnik – Wikibooks, Sammlung freier Lehr-, Sach- und Fachbücher

Digitale Schaltungen

Material und Unterrichtseinheiten fuer den Informatik-Unterricht – Technische Informatik

Umrechnung von ZahlensystemenRechnerarchitektur mit Simulator JOHNNY – ZUM-Wiki

ProgrammierenJava

studsemjuel.nw.lo-net2.de/if/basiskurs/

Java Tutorial interaktiv – Programmieren lernen mit Java

Programmierung: Fenstergestaltung mit Java – Lehrer-Online

WbrsX Mobile AppMaterial

Objektorientierte Sytementwicklung in Java | Chrissis‘ Edublog

Java Tutorial interaktiv – Programmieren lernen mit Java

Aktuelle Aufgaben – Programmieraufgaben.ch

Java-Programmieraufgaben / Java-Übungsaufgaben – Übersicht

Javakurs/Übungsaufgaben – FreitagsrundenWiki

www2.inf.fh-bonn-rhein-sieg.de/~sweil2m/Tutorium/Tutorium1.pdf

SWING WindowBuilder