Englischunterricht mit Virtual Reality verbinden?

Virtual Reality ist ein aktueller Trend, der auch im Unterricht genutzt werden kann, da die Inhalte hiermit plastischer wirken und eigene Lernprodukte durch die Lernenden erstellt werden können (Konstruktivismus / Lerner = Lehrer).

3D-Fernseher gibt es bereits seit mehr als 5 Jahren. Auch wenn ihre Popularität stark gesunken ist und sie zukünftig kaum noch produziert werden, bildet sich doch jedoch mit Google Cardboard (o.ä. Geräten) in Verbindung mit Smartphones eine bessere Möglichkeit virtuelle Realität auch in der Bildung zu nutzen.

Google Cardboard

2014 veröffentlichte Google die erste Variante des Google Cardboards. Bei Google Cardboard handelt es sich um ein aus Pappkarton, zwei Plastiklinsen, Magneten und Gummis zusammenzubauendes Gehäuse, in das dann ein Smartphone gesteckt wird, welches die 3D-Bilder liefert. Da Smartphones bereits mit jeder Menge Sensoren bestückt sind, können diese genutzt werden, um ein komplettes 3D-Erlebnis zu liefern (s. Video unten). Zunächst wirken die, aus Wellpappe mit Plastiklinsen selbst zusammengebastelten Cardboards etwas amateurhaft, zeigen sie jedoch mit einfachen Mitteln die Möglichkeiten der neuen 3D-Welt auf. Mittlerweile ist der Hype um Virtual Reality im Mainstream angekommen. Firmen wie Nvidia, Samsung, Facebook, um nur ein paar Firmen zu nennen, sehen einen Wachstumsmarkt.

Warum eignet sich gerade Google Cardboard für den (Englisch-)Unterricht?

Vielzahl an Apps

Youtube bietet bereits kompatible 3D-Videos, Google Street View ermöglicht das Besuchen von fremden Städten und Läden, Arte360 (Android, iOS) bietet einige 3D-Videos bspw.: von einer Mont-Blanc-Besteigung oder auch Tauchvideos, …

Die Tauglichkeit der einzelnen Apps müsste jede LK für sich selbst testen und mit den jeweiligen Lehrplänen abgleichen. Da ich nur in der Sek II. unterrichte, richte ich meinen Fokus eher auf diesen Bereich.

Günstiger Anschaffungspreis

Das originale Cardboard von Google kostet etwa 20€. Bei 20-30 Lernenden, ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor für ein „Gimmick“. Es gibt jedoch Nachbauten, die man für etwas mehr als 2€ aus Fernost bestellen kann (Beispiellink) oder eben nachbasteln kann, Anleitungen gibt es zuhauf im Netz.

BYOD – Bring your own device

Da die meisten Apps für beide Plattformen (iOS, Android) zur Verfügung stehen und die meisten Lernenden ein Smartphone besitzen sollten. Zumindest jeder Zweite sollte ein solches Gerät haben, somit gibt es keinerlei Probleme bei der Anschaffung von schuleigenen Smartphones.

Apps kosten nichts

Die meisten Apps sind kostenlos erhältlich. Zusätzliche Kosten fallen in der Regel nicht an (s.o.).

Google Cardboard Camera

Glücklicherweise müssen die Lernenden nicht nur als Konsumenten auftreten, sondern können auch eigene 3D-Aufnahmen produzieren. Mit Hilfe der App Cardboard Camera können Sie 3D-Aufnahmen ihrer Umgebung aufnehmen und so im Unterricht benutzt werden

Um grob zu verstehen, wie Cardboard Camera funktioniert, empfehle ich kurz dieses Video anzuschauen:

Die Fotos, von denen der „VR-Nerd“ spricht sind vorher von ihm gemacht worden. Dazu eignet sich die App Google Cardboard Camera, die es mittlerweile auch für IOS gibt (IOSAndroid).

Aufnahmen können z.B. an bestimmten Orten sein, um das Beschreiben von Bildern besser zu üben. Lernende können Szenen aus Büchern nachstellen und diese können dreidimensional nachgebildet werden, …

Wie teilt man seine 3D-Aufnahmen mit anderen?

Cardboard Ansicht in der App
Ansicht in der App

Die aufgenommenen 3D-Videos können einfach geteilt werden, in dem man sie im Menü auswählt und als zu teilen markiert. Die App spuckt dann einen Link aus, der verschickt / geteilt / usw. werden kann.

Cardboard geteilt
Webseite, die der Empfänger, der geteilten VR-Bilder sieht

Ich empfehle aus der URL einen QR-Code (z.B. hier) zu erstellen, diesen auszudrucken und mit aufs Arbeitsblatt / per Beamer anzuzeigen / … , um so den Lernenden schnelleren Zugang zu den Bildern zu ermöglichen.

DOWNLOAD Meine Beispiele aus England (mit Ton)

Resümee und weiterer Ansatz

Ich denke Virtual Reality (VR) ist nur ein weiterer Schritt hin zu realistischerem (Englisch-)Unterricht, der – sind wir mal ehrlich – meist eher künstlich daher kommt. Es ist erwiesen, dass die besten Lernfortschritte in realen Situationen erreicht werden können. Virtual Reality hilft dabei, den Unterricht realistischer erscheinen zu lassen, mit Bildern und Tonaufnahmen von tatsächlichen Orten.

Während sich VR hauptsächlich mit kompletter Immersion beschäftigt, bietet Augmented Reality (AR) die Möglichkeit weitere Informationen der „richtigen“ Realität hinzuzufügen. Dies kann z.B. Wörter, wie im Falle der App Blippar sein (s.u.) oder aber auch Objekte und Zusatzinfos wie z.B. bei ThingLink (Link).

 

Edu-Podcasts +/-

Update (23.08.16): weitere hinzugefügt.

Seit meinem Studium (ca. 2007) höre ich diverse Podcasts, einer der ersten war Chaosradio Express (heute CRE) mit Tim Pritlove. Zuerst auf den Geschmack kam ich bereits ca. 2002, als mir ein Mit-Azubi von einem FTP-Server des CCC erzählte. Auf diesem Server lagen alle Mitschnitte der Chaosradio-Sendungen von Radio Fritz. Damals gab es den Begriff Podcast noch garnicht. Ich kopierte mir immer händisch jede Folge auf meinen MP3-Player mit unglaublichen 128MB Speicherplatz.

So genug der Geschichtsstunde. Was höre ich, bzw. was ist interessant für den Unterricht, bzw. für Schüler / Lehrer / IT-Azubis?

CRE

Zu allererst ein paar techniklastige Podcasts für IT-Lehrer, bzw. Azubis. Die unten genannten Episoden sind CRE-Ausgaben und geben einen wunderbaren Einstieg in die jeweilige Materie und bieten sich als Startpunkt eines Selbstlernnachmittags (z.B. als Hausaufgabe) an.

Unter anderem sind folgende Ausgaben zu empfehlen:

Informatik und Gesellschaft

CRE165 Privatsphäre
CRE164 Urheberrecht

Netzwerktechnik

CRE197 IPv6 und CRE141 IPv4
CRE097 File & Print Sharing
CRE191 Internet im Festnetz
CRE144 Die Internetwolke
CRE176 Cloud Computing
CRE099 Domain Name System
CRE169 Bluetooth

Hardware

CRE151 Die ARM-Architektur

Betriebssysteme / Software / Programmiertechnik

CRE209 Das Linux System
CRE130 Verteilte Versionskontrollsysteme

CRE122 Compilerbau und Typtheorie
CRE146 JavaScript

Bestimmt habe ich auch manche Ausgabe vergessen, aber glücklicherweise sind alle Episoden (trotz ihres Alters) runterladbar.
Achtung: Länge beachten. Teilweise mehr als 2 Std. pro Episode.

Bildung Zukunft Technik

Diesen Podcast höre ich noch nicht lange, da mir nicht bewusst war, dass mittlerweile auch deutsche Podcasts zu sehr nischigen Themen (ja, Bildung / Lehrerberuf ist es in diesem Fall) produziert werden.
Glücklicherweise gibt es jetzt BZT, die sich diesen Themen widmen. Meist sprechen Guido Brombach (@gibro) und Felix Schaumburg (@schb) über eben das: Bildung, Zukunft und Technik. Manchmal sind die beiden für meinen Geschmack etwas zu sehr technikverliebt, bzw. verspielt, aber das macht den Podcast sehr sympathisch und kurzweilig trotz der Mindestdauer von 1,5 Std. Eben legere Gespräche unter Kollegen.

Besonders schön: Berichte über neue Apps, die auch hilfreich für den Schulalltag sind, sowie Informationen über Barcamps und Konferenzen. Weiter so!

zugehoert

Auch diesen Podcast habe ich noch nicht lange abonniert. Es handelt sich um den Podcast der „Transferstelle für OER“, bei dem die Gespräche maximal eine halbe Stunde dauern und förmlicher daherkommen als bei BZT. Eine ausführlichere Bewertung kann ich momentan noch nicht schreiben, da ich bis jetzt erst zwei Sendungen gehört habe. Mal weiter reinhören.

The Cult of Pedagogy

Dieser amerikanische Podcast ist in meinen Augen einer der besten englischsprachigen Podcasts für Lehrer. Die Themenauswahl ist recht bunt, aber bis jetzt habe ich immer etwas für mich entdecken können. Sei es Classroom Managment oder aber auch potentielle Fehler, die viele Lehrkräfte machen. Besonders bemerkenswert ist die ruhige und entspannte Art der Sprecherin Jennifer Gonzalez, die auch Zeit zum Nachdenken während des Hörens ermöglicht.

Angela Watson’s Truth for Teachers

Angela Watsons Podcasts-Episoden sind in der Regel recht kurz (+/- 10 min.) Hier merkt man schnell, ob eine Ausgabe geeignet erscheint oder nicht. Teilweise sehr amerikanisch.

Hack Learning Podcast

Blöder Name, aber guter Podcast. Ähnlich wie Jennifer Gonzalez spricht der Autor mehrerer Bücher und auch dieses Podcasts, Mark Banes sehr ruhig und unaufgeregt.  Die Inhalte der Ausgaben sind sehr bunt und kurzlebig. Empfehlenswert.

TechEducator of Podcast

Der Vollständigkeit halber füge ich diesen Podcast in die Liste ein. Dieser Podcast dreht sich vor allen Dingen um Themen wie man z.B. Googles, Apples oder Microsoft Software / Hardware im Unterricht einsetzen kann. Auch werden des öfteren Apps und How-Tos besprochen. Es handelt sich eher um einen unterhaltenden, als einen programmatischen Podcast.

Podcasts, die sich auch im Unterricht verwenden lassen

Wrint – Wer redet, ist nicht tot

Holger Klein, der einst von Tim Pritlove zum Podcasten fast genötigt wurde selbst Podcasts aufzunehmen und mittlerweile mehr aufnimmt als er, ist der Produzent der Podcast-Reihe Wrint . Bei ihm handelt es sich um einen
Gerade die Reihen „Wissenschaft“ mit Astronom Florian Freistetter und „Politikunterricht“ mit Thomas Brandt, Lehrer für Sozialkunde und Englisch an einer beruflichen Oberschule in Bayern, sind zur informellen Weiterbildung oder für Stammtischangeberei  angeregte Gespräche zu empfehlen.

Das ARD radiofeature

Beim ARD radiofeature handelt es sich um eine Radio-Dokumentationsreihe, bei der der investigative Journalismus einen großen Stellenwert hat. Der bunte Mix an Themen hat, ähnlich wie bei Freakonomics Radio, den Vorsatz, Licht ins Dunkle zu bringen und die Gründe bestimmter Entwicklungen zu recherchieren (z.B. für die Entstehung und Angriffe von staatlichen Hackergruppen). Gerade für Sozialkunde oder Powi-Lehrer bestimmt eine interessante Quelle. Wie man es vom ÖR gewohnt ist, ein sehr aufwendig produziert mit professionellen Sprechern.

Fnordfunk

Fnordfunk ist „eine Radiosendung, die vom Chaos Computer Club Mainz (cccmz) produziert und vom Wiesbadener Lokalsender Radio Rheinwelle 92,5 ausgestrahlt wird. Die Themen drehen sich um Datenschutz, Überwachung, Technik und den Chaos Computer Club Mainz.“

Freakonomics Radio

Freakonomics Radio beleuchtet die unsichtbaren Dinge des Lebens („the hidden side of everything“). Es handelt sich um den Podcast zum gleichnamigen Buch. Eher etwas für die private Unterhaltung, maximal für den Englischunterricht.

Edit (05.09.16): Aktuell ist eine wirklich interessante Episode veröffentlicht worden, bei der es um die Erkenntnisse zweier Wissenschaftler geht, die untersuchten, was es braucht, um wirklich gut in einer Disziplin zu werden. Um es vorwegzunehmen, bzw. zu teasern: Die alte Regel der 10.000 Stunden gilt nur bedingt.

 Wir müssen reden

Ähnlich wie BZT, nur allgemeiner, präsentiert sich WMR. Themen sind politisch und unpolitisch, eben perfekt als Untermalung fürs Bügeln, Rasenmähen oder Spülen 😉

The sky is the limit. Or is it?

Schülermotivation

Neulich bloggte ich u.a. über die begrenzte Motivation für Neues mancher Lehrkraft. Frei nach dem Motto „Geht de Mensche, wie de Leut“ gibt es eine weitere Gruppe. Aber ich muss etwas ausholen.

Als ich in die Schule ging, mussten englische Bücher umständlich und für teures Geld über den Buchladen bestellt werden. Das dauerte dann gerne mal eine Woche bis ein Buch abholbereit vorlag. Heute gibt es Amazon und das Kindle.

Englische Videokassetten brachte der Kumpel aus dem Sommerurlaub aus den USA mit. Pech hatte derjenige, der keinen NTSC-fähigen Videorecorder hatte. Heutzutage gibt es Youtube und Netflix für den Zugang zu englischen Videos. Die Auswahl ist riesig. Im Prinzip wird jedes potentielle Hobby der Schüler in Form von englischen Videos konsumierbar. Und das meist kostenlos.

Für Gespräche mit Muttersprachlern musste man in die entsprechenden Länder reisen oder bei einem Schüleraustausch mitmachen. Heute gibt es Facetime, Skype und r/languagebuds, die ebenfalls kostenlos sind.

Die Hürden eine Sprache / Fertigkeit / … zu lernen sind heutzutage wirklich gering. Jetzt plädiert man an die Vernunft eines Schülers sich in Englisch zu verbessern und auf dessen verbesserte Karrierechancen. Doch er antwortet:
„Ich will Politiker werden, ich brauch kein Englisch..“

Warum heissen Smartboards nicht Featureboards? Tablets als Alternative

Wenn Smartphones Smartphones und Featurephones Featurephones heissen, warum heissen Smartboards dann so?

Die zukünftige Grundschule meines Sohnes teilte den Eltern bei einem Vorstellungsabend mit, dass so gut wie jeder Raum mit einem Smartboard ausgestattet ist. Wie oft wird sich auf ein Thema gestürzt und als Heilsbringer erklärt, ohne dieses konkret zu evaluieren. Ein hübsches Foto mit einem Lokalpolitiker wird gemacht und das Ganze soll die Bildung erheblich verbessern. Ich weiss nicht so recht.

In unserer Schule hat man erkannt, dass die Geräte kaum (wenn überhaupt) Mehrwert im Vergleich zu anderen Medien haben. Ein PC in Kombination mit einem Beamer erledigt die meisten Aufgaben. Ganz zu schweigen von den Kosten (ab ca. 5k€)

In diesem Blogeintrag möchte ich mein persönliches Tablet als Smartboard/ Visualizer-Ersatz vorstellen, welches für einen Bruchteil der Kosten nachgebildet werden kann und nicht nur den Funktionsumfang eines Smartboards abbildet, sondern diesen auch erheblich erweitern kann. Im Übrigen heissen die Dinger interaktive Whiteboards, Smartboard ist der Gattungsname.

Mein Setup (Hardware)

Anschluss an Beamer51oys2bwxnul-_sx425_

Ich benutze ein Tablet, welches ich über das abzufilmende Blatt / Gerät / etc. befestige. Dann ist das Tablet mittels eines Slimport-Kabels direkt an den Beamer angeschlossen, damit alle das Lernobjekt sehen können. Ich nutze zunächst ein Slimport-Adapter, womit ich mein Tablet (Android) an einen HDMI-Anschluss anschließen. Viele unserer Klassenräume bietet leider nur VGA-Anschlüsse, daher habe ich noch einen Adapter von HDMI auf VGA eingepackt.

 

Ständerserveimage

Es gibt dafür bereits einige gute Ständer-Lösungen wie die „Tablet Stage“ von Belkin, die diese Funktionalität ermöglichen, allerdings finde ich diese überteuert. Die ca. 150€ lassen sich auch sparen, indem man seine eigene Lösung baut.

 

Selbstbau-Ständer764901370_2_Big

Vor den Weihnachtsferien benutzte ich ein Stativ aus unseren Chemie-Labor an das ich einen Tablet-Halter anschraubte. Das Stativ sah in etwa wie das Bild rechts aus.
Wie man sieht, war das auf Dauer viel zu globig und untransportabel.

In den Weihnachtsferien baute ich mir also ein Stativ, das ich endlich auch ohne Weiteres mitnehmen kann. Das Ganze habe ich aus bereits vorhanden Holzresten und Schrauben, die ich im Keller  hatte, gebaut. Wie man sieht, lässt es sich schnell zerlegen, ist extrem leicht und passt wunderbar in einen Jutebeutel.

Warum das Ganze?

Mit dem Ständer kann ich direkte Verbesserungen auf Papier vornehmen, während mein Tablet das Ganze filmt und automatisch an den Beamer weitergibt. Es wird sozusagen die Brücke zwischen der analogen und der digitalen Welt geschlagen. Zum Abfilmen reicht bereits eine einfache Kamera-App.

Weitere Apps für den Unterricht mit dieser Technik

Da ich ein Android-Tablet besitze, beschreibe ich die folgenden Android Apps. Allerdings gibt es in den meisten Fällen die gleiche oder eine ähnliche App auch für IOS.

Smartboard-Ersatz

Mit Hilfe der App PDF Max Pro kann ich Skripte oder auch Arbeitsblätter im PDF-Format annotieren. Somit erhalte ich einen guten Ersatz für ein digitales Whiteboard und die Dateien sind immer direkt mit einem Cloudsync Programm abgespeichert. Von PDF Max gibt es auch eine kostenlose abgespeckte Version, um die Funktionalität zu testen.

Smartboard- und Dokumentenkameraersatz

Stage von Belkin ist kostenlos im Play Store erhältlich. Die weiteren In-App-Käufe brauche ich nicht und mir erschließt sich auch nicht der Nutzen dieser Add-Ons. Es ist hiermit z.B. möglich Fotos von Schüleraufgaben zu machen und diese zu annotieren.

Die App Explain Everything kostet hingegen US$ 4, die aber absolut in Ordnung gehen, da die App einen enormen Funktionsumfang hat und auch das Speichern des Vorgestellten als Video oder Photo erlaubt. Also eine deutlich erweiterter Umfang im Vergleich zu Stage. Den Meisten wird wahrscheinlich Stage ausreichen.

Weitere Vorteile des Tablets

  • Mit dem Tablet habe ich mein digitales Whiteboard immer dabei, auch wenn der Klassensaal nur einen Beamer hat. Whiteboards sind meist fest an der Wand befestigt.
  • Mit dem Tablet kann ich auch Photos von Schüleraufgaben direkt aus dem Klassensaal machen.
  • In Verbindung mit einem Streaming-Gerät wie z.B. AppleTV oder Chromecast kann auch auf die Kabelei verzichtet werden.
  • Die Kosten sind genial gering. Die Kabel haben mich um die 30€ gekostet, das Holz hatte ich noch (wird nicht mehr als 10€ kosten) und ein Tablet kostet je nach Hersteller/Leistung zwischen 100€ und 500€, wobei hier ein Einsteiger-Tablet mit gescheiter Linse mehr als ausreicht.

Eine weitere Inspirationsquelle

Zum Schluss noch ein guten Link, den ein Kollege mir schickte. Manfred Poeller vom Gymnasium bei St. Anna in Augsburg hat vor einigen Jahren einen mobilen Medienwagen gebaut und eine Anleitung dafür ins Netz gestellt: http://www.gym-anna.de/joomla/index.php/klassenzimmer/kaeschtle

 

Meine Kurzschulung zu Visualizern / Dokumentenkameras

Bereits seit meinem Referendariat arbeite ich mit Dokumentenkameras. Immer wieder wurde ich darauf angesprochen, so dass ich mir überlegte eine Kurzschulung für unser Kollegium anzubieten.

Auf dieser Kurzschulung zeigte ich die generelle Funktionalität, die Vor- und Nachteile der Geräte, Vergleiche mit Smartboards, Methodenvorschläge, usw.

Auszug:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die komplette Präsentation ist hier abzurufen: Download als PDF

Wer die Präsentation als Powerpoint erhalten möchte, kann mich anschreiben.

NoPhish – Eine Lernapp zur Erkennung von Phishing Attacken

Zusammen mit der TU Darmstadt (SeCuSo) soll an unserer Schule die Wirksamkeit einer Lernapp im Laufe des aktuellen Halbjahrs evaluiert werden. Bei NoPhish handelt es sich um eine gamifizierte Lernapp, die den SuS helfen soll, Phishing-Webseiten zu erkennen. Sie ist auch vorab bereits im Play Store runterladbar.
EDIT (21. Mai 2015): Die App ist direkt über die Homepage der Secuso-Gruppe der TU Darmstadt erhältlich.

NoPhish
Screenshot aus dem Play Store

Dabei werden wir diese App in Zusammenarbeit mit der TU sowohl im Beruflichen Gymnasium, als auch in den dualen IT-Klassen auf ihre Wirksamkeit evaluieren. Zwar verfügen die meisten SuS über ein Android Smartphone, aber eben nicht alle, daher wird die TU mehrere Android Smartphones zusätzlich zur Verfügung stellen. Ich bin gespannt auf die Durchführung und werde berichten.

Link im Play Store.
EDIT: neuer Link