Programmablaufpläne digital zeichnen? PC und Tablet-Lösungen

Programmablaufpläne mit Android zeichnen

Auf dem PC lassen sich PAPs (Programmablaufpläne) mit dem kostenlos erhältlichen PAPDesigner zeichnen, speichern und auch verändern. Auf dem Tablet hatte ich noch keine geeignete ordentliche Software  gefunden, die direkt auf das Erstellen von PAPs zugeschnitten ist.

Nun bin ich zufällig über das kostenlose Android-Tool Draw Express Lite gestolpert.
Mit dem Finger konnte ich das Ganze noch nicht so schnell zeichnen, dazu habe ich vermutlich zu dicke Wurstfinger.

Bei mir funktioniert das Ganze recht gut mittels eines Stylus. Die Software arbeitet recht intuitiv und es lassen sich viele Arten von Diagrammen zeichnen.

RSS-Weiterleitung zu WordPress.com

Daran, dass WordPress.com Werbung in meinen Artikeln darstellt, hätte ich denken können. Eine eigene WordPress-Instanz hätte ich einfach von Anfang an installieren sollen. Vielleicht mache ich das in den Sommerferien. Dann habe ich auch Zeit, das Ganze umzuziehen.

Bis auf die Werbung stört mich, dass meine Domain-Weiterleitung von informaticana.de auf die Wordpress-Seite keine RSS-Feed-Option ermöglicht. Gerade für Feedly-Leser wie mich ein wichtiger Faktor.

Also loggte ich mich per FTP auf meinem Webspace an und schaute mich um. Siehe da, es scheint, als ob die Weiterleitung per CGI Script ermöglicht wird.

ForkLift 2016-02-11 16-24-54

Es muss doch auch möglich sein, das Skript anzupassen, sodass auch der RSS-Feed weitergeleitet wird. Schließlich bekam ich heraus, dass die RSS-Feed-Adresse in der eigentlichen Seite mitgegeben wird, unter dem Tag:

<link rel=alternate“ type=“application/rss+xml“ …>

Also noch kurzerhand die eigentliche Feed-Seite herausfinden und ins CGI-Skript eintragen.

view-source:informaticana.de 2016-02-11 16-22-14

Siehe da. Funktioniert.

EDIT (9.7.16): Mittlerweile habe ich eine eigene WordPress-Umgebung, daher wird die unten genannte Lösung für mich erstmal nicht mehr benötigt.

Android-Bild direkt auf Beamer streamen (ohne Kabel/Chromecast/…)

Leider sind in unserer Schule noch nicht viele Dokumentenkameras angeschafft worden, sodass diese immer geliehen und in den Klassenraum getragen werden müssen.

Daher experimentiere ich seit längerem mit der Technik (meist Tablet), um einen mobilen Dokumentenkamera-, bzw. Smartboard-Ersatz für mich zu finden, der in Null-komma-nichts aufgebaut und wieder abgebaut werden kann.

Mein Setup habe ich bereits in einem anderen Artikel beschrieben, jedoch habe ich nun eine App gefunden, die mir das Verkabeln abnimmt und ich das Tablet-Bild ohne zusätzliche Hardware sehr schnell über unser Schul-WLAN auf den Beamer streamen kann, ähnlich etwa wie AppleTV oder Chromecast.

Das hat den Vorteil, dass man mit dem Tablet im Klassenraum mobil ist und auch den Schülern das Tablet in die Hand drücken kann, um z.B. ein PDF zu annotieren (Schülerorientierung).

Die App heisst Livescreen und ist kostenlos für nicht-kommerzielle Zwecke nutzbar. Es gibt eine Pro-Version mit dem gleichen Funktionsumfang. Ich denke, ich werde diese App kaufen, da sie unproblematisch funktioniert (bis auf etwas Ruckeln bei der Übertragung) und ich die Entwickler unterstützen möchte.

LiveScreen - Screen Mirroring – Android-Apps auf Google Play 2016-02-15 10-08-29
Livescreen im Google Play-Store

Wie funktioniert die App?

Zunächst benötigt man ein Android-Gerät, welches mindestens  Android OS-Version 5.0 installiert hat. Nur dann lässt sich das Desktop-Spiegeln nutzen. Wenn man die App startet, wird zunächst die Tablet-eigene WLAN-IP angezeigt, die man sich merken muss. Nun muss man das Spiegeln in der App aktivieren. Es erscheint ähnlich wie beim Chromecast (ich denke, da wird ein Chromecast-Modul emuliert) ein Streaming-Icon im DropDown-Menü, das darauf hinweist, dass aktuell das Tablet-Bild ins Netz gestreamt wird.

Nun muss man am Lehrer-PC die URL samt Port (Standardport = 8080) in den Browser eingeben und man sieht sofort das Bild des Tablets. Es lässt sich damit nicht steuern, das ist auch gut so, damit sich das Gerät nicht von Schülern remote steuern lässt.

Was kann man alles damit anstellen?

Wie bereits beschrieben, lassen sich beispielsweise Arbeitsblätter direkt mit einem Stylus digital annotieren. Man kann Apps, die die Schüler im Lernprozess fördern, für alle anzeigen (z.B. Quizlet).
Weiterhin kann man das Tablet als Dokumentenkamera nutzen, indem man z.B. die App Stage oder einfach nur die Kamera-App startet (siehe Setup-Artikel).

Neue Internet-Kiosk Lösung für Schuleingangsbereich

Status quo

In unserer Schule gibt es im Eingangsbereich einen Info-Touch-Terminal, der u.a. den Vertretungsplan und die Raumpläne anzeigt (Internetseite) und auswählen lässt. Ich berichtete.

Nun wurde der Rechner in einem Schülerprojekt installiert. Es lief ein Windows 7 und Chrome im Kiosk-Modus neben UltraVNC Server und div. anderen Tools.
Das Problem an der Sache: Niemand wartete das Gerät. Das schreit nach Viren / Würmern / etc.

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Problemlösung

Nun fand ich durch Zufall die Linux-Distribution Webconverger, die auf Ubuntu aufbaut. Glücklicherweise setzt der Anbieter auf das Freemium-Modell, sodass eine einzelne Instanz kostenlos betrieben werden kann.

Huch! Linux/Ubuntu ist doch kostenlos?

Jein. Die Software ist es. Da aber der Anbieter einen Dienst anbietet, der dafür sorgt, dass die Software automatisch upgedatet wird und die Konfiguration vom Webbrowser aus verändert werden kann, möchte er auch Geld damit verdienen. In meinen Augen absolut nachvollziehbar.

webconverger
Weboberfäche

Vorteile von Webconverger

  • Software (Linux, Browser, Flash, PDF, …) immer aktuell.
  • Zukunftsfähig, da kein Betriebssystem-Ende in Sicht (vgl. mit Windows 7)
  • Die Webseite wird automatisch immer wieder zur eingestellten Heimatseite zurückgesetzt (nach einstellbarer Idle-Frist)
  • Ein Screensaver ist einstellbar.
  • Man kann direkt mehrere Rechner mit einer Konfiguration betanken.
  • Unternehmen respektiert Privatsphäre und schnorchelt nicht im Schulnetz (nachgeprüft mit Wireshark / Firewall)
  • Der Touchscreen wurde sofort erkannt
  • Die Installation ist denkbar einfach. USB-Stick einstecken, booten, installieren, Rechner hinzufügen (über Software), fertig
  • Es gibt sogar eine Android-Version.
    und der Hauptvorteil:
  • so gut wie kein Wartungsaufwand für mich / Kollegen.