Freifunk – ich mach nach langem hin und her auch mit

Seit ca. 14 Jahren, als ich meinen ersten DSL-Anschluss hatte und WLAN mit 802.11b mit gerade einmal theoretischen 11Mbit verfügbar war, wollte ich mich mit meinen Freunden über Wlan direkt vernetzen. Es gab keine schnellen Handy-Datenverbindungen, bzw. waren diese minütlich getaktet und richtig teuer.

Ich bastelte die berühmte Pringles-Dose, eine Bi-Quad Antenne, doch sonst konnte sich kaum jemand für die Idee begeistern, bzw. waren die Distanzen einfach zu groß.

Mittlerweile wohne ich in einer Stadt, in der es auch ein Freifunk-Netz gibt und das meinem damaligen Traum sehr nahe kommt.

Obwohl es nun in den meisten Städten in Deutschland gute Breitbandverbindungen gibt und somit ein solches Netz nicht unbedingt notwendig ist, finde ich die Idee eines Bürgernetzes sehr interessant.

Da es nicht immer möglich ist, eine Richtfunkverbindung aufzubauen, behilft sich Freifunk zunächst damit, alle Verbindungen mittels eines VPNs ins Internet zu tunneln.

Zunächst war ich etwas zurückhaltend aufgrund der Störerhaftung, jedoch wird dies bei Freifunk mit Hilfe des VPNs minimiert.

In vielen deutschen Städten wird es  Flüchtlingen mithilfe von Freifunk ermöglicht, mit der Heimat im Kontakt zu bleiben.

Spätestens seit dem Vortrag eines Verantwortlichen von Freifunk auf dem aktuellen CCC-Congress (32c3), bin ich überzeugt.

 

Wie kann man mitmachen?

Zunächst benötigt man einen günstigen Plasterouter. Er kostet circa 30 €. Danach muss einen Custom Firmware geflasht werden. Diese ist auf der lokalen Freifunk-Webseite downloadbar. Nun muss der gewünschte Knotenname, die Geokoordinaten, sowie die bereitzustellende Geschwindigkeit für Freifunk eingetragen werden.

Zuletzt erhält man den öffentlichen Schlüssel des eigenen Geräts, welchen man den Freifunk-Verantwortlichen schicken muss.

Nun ist der Router Teil des Freifunknetzes.

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Freifunk tunnelt den Traffic seit dem 01.01.2016 nicht mehr über kommerzielle VPN-Anbieter, sondern sind sogar Mitglied der RIPE und besitzen eigene Server über die Traffic ins Internet (in Deutschland) getunnelt wird.

 

 

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