Openboard – eine Alternative für die Smartboard-Software

Smartboards und die Software…

Smartboards sind für manche Lehrenden hilfreich, für andere nur überteuertes Technik-Chichi.

Nun haben wir ein paar Geräte in der Schule, auch wenn keine mehr nachbestellt werden. Diese sollte man trotzdem nutzen können.
An unserer Schule wird eine Image-Software genutzt, die bei jeder Installation eine neue Lizenznummer erstellt. Die Anzahl der Instanzen ist leider begrenzt, sodass die Software aufgrund zu viel erstellten Lizenzen mittlerweile nicht mehr funktioniert. Weiterhin bietet der Hersteller keine Software an, die unter Linux läuft. Ich nutze gerne Linux, da es recht schnell bootet und den gleichen Leistungsumfang wie die Windows-Installation bietet (unsere Computer sind mit einem Dual-Boot-Modus ausgestattet).

Smartboard

Was tun? Umschauen nach Alternativen!

Die Boards sind nun eben da, wäre schade, wenn man sie nicht mehr nutze könnte. Daher schaute ich mich um und landete bei Openboard. Openboard wurde ursprünglich als Fork von OpenSankore durch die Universität von Lausanne weiterentwickelt. Durch die freie Lizenz bietet…

Openboards Vorteile gegenüber  proprietären Alternativen:

  • Jede Lehrkraft kann sich die Software herunterladen und zuhause damit arbeiten
    • ohne Lizenzprobleme
    • mit jedem gängigen Betriebssystem (Win, Mac, Linux)
  • Dokumente können mit in die Schule gebracht und weiterverarbeitet werden
  • Jede Software (Browser, PDF-Reader, …) kann mit virtueller Tinte ergänzt werden
  • Die Software funktioniert nicht nur mit Smartboards, sondern mit allen Boards, da nur eine Mausfunktion vorausgesetzt wird.

Bevor ich noch viele Worte verliere, sollte sich jeder hier einen kleinen Eindruck über die Möglichkeiten von Openboard machen (8 Videos, französisch):

 

Now take out your books, pleeeease. Oder: Welche Alternativen gibt es?

Dieser Standardsatz kommt Ihnen sehr bekannt vor? Hoffentlich nur aus der eigenen Schülerzeit…Das Schulbuch in der Hinterhand bietet für Lernende, aber auch für Lehrende eine gewisse Sicherheit: Es haben sich (hoffentlich) kompetente Lehrkräfte und Autoren zusammengesetzt und ein geeignetes Buch geschrieben. Doch ist das in der heutigen Zeit noch der richtige Weg für den Fremdsprachenunterricht? Allen Unkenrufen zum Trotz (Stichwort “Digitale Demenz”) bietet doch das Internet eine Vielzahl an authentischen Quellen und Möglichkeiten des Austausch, sowohl für Lernende, als auch für Lehrkräfte. Oftmals reicht es schon aus, eine guten Artikel zu finden, wie ich an diesem Artikel zeigen möchte.

Ich unterrichte aktuell Azubis im zweiten Lehrjahr für IT-Berufe. Überraschenderweise haben die SuS ein recht hohes GeR-Niveau. Ich würde es sprachlich auf B2-C1 einschätzen. Für diese Lerngruppen existiert kein geeignetes Schulbuch. Ist aber auch nicht schlimm, sondern eine Chance, die es zu nutzen gilt.

Ich möchte diesen Umstand an einem beispielhaften Unterricht zeigen:
Ziel war es im Unterricht etwas über IT-Sicherheit zu erfahren, das entsprechende Vokabular / lexical chunks näherzubringen und das Know-how in kleinen Lehrvideos durch die SuS zu transferieren (in Zukunft geplant).

Vorbereitung

  1. Zunächst suchte ich eine geeignete Quelle für den Unterricht.
    Authentische Quellen für den Englischunterricht in der IT-Berufsschule
    Screenshot der Seite

    Dabei fiel mein Fokus auf einen Artikel von Gizmodo. Natürlich nicht eine journalistische Quelle der höchsten Güte á la NYT oder The Guardian. Wichtig war mir aber der Fokus auf Quellen, die die Lernenden möglicherweise selbst konsumieren würden. Wann hat die NYT etwas über IT-Sicherheit geschrieben? Würden die SuS darauf zurückgreifen? Vermutlich nicht.

  2. Da nicht jeder Unterrichtsraum über genügend Computer verfügt, kann der Artikel auch gedruckt werden. Hier kann man mit Hilfe von Web-Formatierungstools schnell und unkompliziert für den Druck formatiert werden, damit wenig Papier beim Druck / Kopieren verschwendet wird. Hier eine kleine Anleitung.

Unterrichtsstunde

  1. Zunächst eröffnete ich die Stunde mit der Frage, wie sie sich neue Vokabeln, bzw. lexical chunks recherchieren, bzw. merken. Vielen sind Wörterbücher wie dict.leo.org oder dict.cc ein Begriff. Trotzdem lernen sie die Vokabeln noch mit der Methode “Zuhalten und laut aufsagen”, was mich wunderte. Ich wollte ihnen eine weitere Möglichkeit aufzeigen (Quizlet s.u.)
  2. Jetzt teilte ich die Lerngruppe in neun Gruppen ein, sodass sie den Artikel lesen mussten, aus diesem zunächst lexical chunks ausfindig machen sollten, die sie dann auf ein gemeinsames Dokument auf titanpad simultan eintragen sollten. Titanpad funktioniert sogar im Browser eines Smartphones.

    Titanpad
    Symbolbild für Titanpad
  3. Jetzt importierte ich die Liste der lexical chunks direkt bei quizlet ein, sodass diese zentral gespeichert wurden und auch von dort aus gelernt werden konnten.

    Quizlet IT-Berufe
    Quizlet-Seite mit lexical chunks: Ausgesucht von den Lernenden
  4. Schlussendlich bereitete jede Gruppe eine Vorstellung über ihr Teilthema der IT-Sicherheit mit Hilfe von Kurzvorträgen vor (z.B. am PC mit Beispiel). In Zukunft möchte ich kleine Kurzvideos mit Hilfe von Smartphones aufnehmen lassen, die dann allen dauerhaft zur Verfügung gestellt werden können. Alternativ kann ganz klassisch zur Sicherung in der nächsten Unterrichtswoche ein Vokabeltest geschrieben werden.

Anmerkungen? Ergänzungen? Kritik? Bitte das Kommentar-Feld nutzen.

 

Englischunterricht mit Virtual Reality verbinden?

Virtual Reality ist ein aktueller Trend, der auch im Unterricht genutzt werden kann, da die Inhalte hiermit plastischer wirken und eigene Lernprodukte durch die Lernenden erstellt werden können (Konstruktivismus / Lerner = Lehrer).

3D-Fernseher gibt es bereits seit mehr als 5 Jahren. Auch wenn ihre Popularität stark gesunken ist und sie zukünftig kaum noch produziert werden, bildet sich doch jedoch mit Google Cardboard (o.ä. Geräten) in Verbindung mit Smartphones eine bessere Möglichkeit virtuelle Realität auch in der Bildung zu nutzen.

Google Cardboard

2014 veröffentlichte Google die erste Variante des Google Cardboards. Bei Google Cardboard handelt es sich um ein aus Pappkarton, zwei Plastiklinsen, Magneten und Gummis zusammenzubauendes Gehäuse, in das dann ein Smartphone gesteckt wird, welches die 3D-Bilder liefert. Da Smartphones bereits mit jeder Menge Sensoren bestückt sind, können diese genutzt werden, um ein komplettes 3D-Erlebnis zu liefern (s. Video unten). Zunächst wirken die, aus Wellpappe mit Plastiklinsen selbst zusammengebastelten Cardboards etwas amateurhaft, zeigen sie jedoch mit einfachen Mitteln die Möglichkeiten der neuen 3D-Welt auf. Mittlerweile ist der Hype um Virtual Reality im Mainstream angekommen. Firmen wie Nvidia, Samsung, Facebook, um nur ein paar Firmen zu nennen, sehen einen Wachstumsmarkt.

Warum eignet sich gerade Google Cardboard für den (Englisch-)Unterricht?

Vielzahl an Apps

Youtube bietet bereits kompatible 3D-Videos, Google Street View ermöglicht das Besuchen von fremden Städten und Läden, Arte360 (Android, iOS) bietet einige 3D-Videos bspw.: von einer Mont-Blanc-Besteigung oder auch Tauchvideos, …

Die Tauglichkeit der einzelnen Apps müsste jede LK für sich selbst testen und mit den jeweiligen Lehrplänen abgleichen. Da ich nur in der Sek II. unterrichte, richte ich meinen Fokus eher auf diesen Bereich.

Günstiger Anschaffungspreis

Das originale Cardboard von Google kostet etwa 20€. Bei 20-30 Lernenden, ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor für ein “Gimmick”. Es gibt jedoch Nachbauten, die man für etwas mehr als 2€ aus Fernost bestellen kann (Beispiellink) oder eben nachbasteln kann, Anleitungen gibt es zuhauf im Netz.

BYOD – Bring your own device

Da die meisten Apps für beide Plattformen (iOS, Android) zur Verfügung stehen und die meisten Lernenden ein Smartphone besitzen sollten. Zumindest jeder Zweite sollte ein solches Gerät haben, somit gibt es keinerlei Probleme bei der Anschaffung von schuleigenen Smartphones.

Apps kosten nichts

Die meisten Apps sind kostenlos erhältlich. Zusätzliche Kosten fallen in der Regel nicht an (s.o.).

Google Cardboard Camera

Glücklicherweise müssen die Lernenden nicht nur als Konsumenten auftreten, sondern können auch eigene 3D-Aufnahmen produzieren. Mit Hilfe der App Cardboard Camera können Sie 3D-Aufnahmen ihrer Umgebung aufnehmen und so im Unterricht benutzt werden

Um grob zu verstehen, wie Cardboard Camera funktioniert, empfehle ich kurz dieses Video anzuschauen:

Die Fotos, von denen der “VR-Nerd” spricht sind vorher von ihm gemacht worden. Dazu eignet sich die App Google Cardboard Camera, die es mittlerweile auch für IOS gibt (IOSAndroid).

Aufnahmen können z.B. an bestimmten Orten sein, um das Beschreiben von Bildern besser zu üben. Lernende können Szenen aus Büchern nachstellen und diese können dreidimensional nachgebildet werden, …

Wie teilt man seine 3D-Aufnahmen mit anderen?

Cardboard Ansicht in der App
Ansicht in der App

Die aufgenommenen 3D-Videos können einfach geteilt werden, in dem man sie im Menü auswählt und als zu teilen markiert. Die App spuckt dann einen Link aus, der verschickt / geteilt / usw. werden kann.

Cardboard geteilt
Webseite, die der Empfänger, der geteilten VR-Bilder sieht

Ich empfehle aus der URL einen QR-Code (z.B. hier) zu erstellen, diesen auszudrucken und mit aufs Arbeitsblatt / per Beamer anzuzeigen / … , um so den Lernenden schnelleren Zugang zu den Bildern zu ermöglichen.

DOWNLOAD Meine Beispiele aus England (mit Ton)

Resümee und weiterer Ansatz

Ich denke Virtual Reality (VR) ist nur ein weiterer Schritt hin zu realistischerem (Englisch-)Unterricht, der – sind wir mal ehrlich – meist eher künstlich daher kommt. Es ist erwiesen, dass die besten Lernfortschritte in realen Situationen erreicht werden können. Virtual Reality hilft dabei, den Unterricht realistischer erscheinen zu lassen, mit Bildern und Tonaufnahmen von tatsächlichen Orten.

Während sich VR hauptsächlich mit kompletter Immersion beschäftigt, bietet Augmented Reality (AR) die Möglichkeit weitere Informationen der “richtigen” Realität hinzuzufügen. Dies kann z.B. Wörter, wie im Falle der App Blippar sein (s.u.) oder aber auch Objekte und Zusatzinfos wie z.B. bei ThingLink (Link).

 

Gelesen: SuperFreakonomics & The Lazy Teacher’s Handbook

Superfreakonomics von S. Levitt und S. J. Dubner

Seit über einem Jahr habe ich den Podcast Freakonomics Radio abonniert, um dann erst festzustellen, dass es auch ein Buch gibt. In den Weihnachtsferien hatte ich es innerhalb von zwei Nachmittagen verschlungen, so interessant waren die Fakten und Auswertungen. Eigentlich bin ich kein großer Fan von Wirtschafts”wissenschaften”, aber die Autoren widmen sich dem Thema der “Behavioral Economics”, also der Verhaltensökonomie. Also etwas, was mich als Schüler im Wirtschaftsunterricht immer störte. Nämlich, dass der Mensch immer als rationales handelndes Wesen gesehen wurde. Dass er eben nicht ist.

Ich freute mich, als ich feststellte, dass bereits 2011 ein Nachfolger mit dem Namen SuperFreakonomics erschienen ist. Laut Buchtitel sollte es ja zu einer Steigerung der Unterhaltsamkeit, Spannung, … kommen.

Um es kurz zu machen, es liest sich zwar sehr gut, ist aber in meinen Augen nicht halb so unterhaltsam und spannend geschrieben wie der erste Band. Wem der erste Band gut gefallen hat, kann auch hier zugreifen, sollte aber weniger Erwartungen an das Buch stellen. Im Vorwort räumen die Autoren bereits mit dieser Hoffnung auf und stellen fest, dass es vielmehr eine Aneinanderreihung von interessanten Fakten ist. Das war zwar schon beim ersten Buch so, aber dort kam es bei mir bei jedem Kapitel zu einem Aha-Effekt. Hier sind es eher Anekdoten, die noch nicht einmal für ein Gespräch zur Kneipenrunde reichen. Schade…

The Lazy Teacher’s Handbook von J. Smith

Ganz im Gegensatz zu Superfreakonomics hat mir dieses Buch großen Spaß beim Lesen bereitet. Unzählige Tipps und neue Twists, die man gut in den Unterricht einbringen kann, bei denen die Schülerorientierung hoch (folglich “lazy teacher”) und den Unterricht trotzdem abwechslungsreich gestalten.

Sicherlich ist der Titel aufmerksamkeitsheischend. Klar, der Stereotyp des faulen Lehrers. Er hält aber, was er verspricht. Smith schlägt viele Möglichkeiten der Variation des Unterrichts vor, vor allen Dingen schülerzentrierter zu agieren. Beispielsweise empfiehlt er im Unterricht unvorhersehbar zu agieren, um die Spannung hoch zuhalten. Warum nicht mal sich zum Affen machen in eine andere Rolle schlüpfen oder mit Medien experimentieren. Wenn man normalerweise eher legere Kleidung trägt, mal im Anzug kommen, um bestimmte Themen zu motivieren (z.B. in Englisch im Themengebiet Society and Lifestyles).

Die Ideen sind natürlich manchem bereits aus anderen Büchern bekannt, jedoch liefert er sinnstiftende Beispiele für den eigenen Unterricht. Gerade an den Beispielen hapert es in vielen Büchern. Auch kann das Buch als Nachschlagewerk verstanden werden, da nicht lange um den Brei geredet wird.

Prädikat: sehr empfehlenswert. Tipp: Bei Amazon gebraucht kaufen, da neu recht teuer!

Bye, bye Dropbox!

Dropbox. Kennt jeder, nutzt(e) jeder.

Bereits zu Beta-Zeiten galt Dropbox als eine gut gelungene Möglichkeit des Austauschs von Dateien, ja sogar als Behelfs-Webserver.
Sie waren die Ersten, die auf das Freemium-Modell setzten und somit viele Nutzer sich anmeldeten. Viele nutzten Dropbox nicht nur um Bilder auszutauschen, sondern gleich ihre wichtigsten Dateien hochzuladen, um darauf überall Zugriff zu haben. Wichtige Daten hatte ich immer noch in meiner lokalen eigenen Cloud, aber für Bildertausch, o.ä. war Dropbox perfekt.

Schnell war der Speicher voll und man war gezwungen ein Premium-Abo abzuschließen. Oder man warb möglichst viele Nutzer, sodass man wie ich bis auf 30 GB im Free-Abo erreichen konnte. Wie viele Dienste baut auch Dropbox auf die außerordentlich stabile Amazon-Cloud auf.

Dropbox Speicherplatz

Warum wechseln?

20 GB kostenloser Onlinespeicher für umme , warum sollte man dann wechseln?

Nicht nur, dass Condoleeza Rice in den Board of Directors aufgenommen wurde, 68 Millionen Passwörter aus dem Jahr 2012 im Internet (wohlgemerkt geknackte PW) herumschwirren.
Nein, Dropbox will  das Root-Passwort von Mac-Nutzern wissen, da es ach so schwierig ist, mit den Rechten die Apple ihnen zubilligt, auszukommen. Um das Ganze unauffällig zu gestalten, versuchten sie dies zu vertuschen, indem sie das Dropbox-Icon ausblendeten. Irgendwann ist Schluss.

Und wohin?

Daten, die zum Austausch bestimmt sind, werde ich aus Dropbox abziehen und in (semi-)öffentliche Clouds packen. Schülerdaten bleiben nach wie vor in meiner Nextcloud (ehemals Owncloud).

Da unsere Schule Office365 von Microsoft nutzt, hat jede Lehrkraft 1 TB Platz in einer Onedrive for Business. 1 Terabyte. Ich werde also zukünftig meine Arbeitsblätter und sonstigen Materialien nicht nur lokal in meiner Owncloud speichern, sondern auch auf Onedrive (Symlink auf Nextcloud-Ordner).

Vorteile

Edu-Podcasts +/-

Update (23.08.16): weitere hinzugefügt.

Seit meinem Studium (ca. 2007) höre ich diverse Podcasts, einer der ersten war Chaosradio Express (heute CRE) mit Tim Pritlove. Zuerst auf den Geschmack kam ich bereits ca. 2002, als mir ein Mit-Azubi von einem FTP-Server des CCC erzählte. Auf diesem Server lagen alle Mitschnitte der Chaosradio-Sendungen von Radio Fritz. Damals gab es den Begriff Podcast noch garnicht. Ich kopierte mir immer händisch jede Folge auf meinen MP3-Player mit unglaublichen 128MB Speicherplatz.

So genug der Geschichtsstunde. Was höre ich, bzw. was ist interessant für den Unterricht, bzw. für Schüler / Lehrer / IT-Azubis?

CRE

Zu allererst ein paar techniklastige Podcasts für IT-Lehrer, bzw. Azubis. Die unten genannten Episoden sind CRE-Ausgaben und geben einen wunderbaren Einstieg in die jeweilige Materie und bieten sich als Startpunkt eines Selbstlernnachmittags (z.B. als Hausaufgabe) an.

Unter anderem sind folgende Ausgaben zu empfehlen:

Informatik und Gesellschaft

CRE165 Privatsphäre
CRE164 Urheberrecht

Netzwerktechnik

CRE197 IPv6 und CRE141 IPv4
CRE097 File & Print Sharing
CRE191 Internet im Festnetz
CRE144 Die Internetwolke
CRE176 Cloud Computing
CRE099 Domain Name System
CRE169 Bluetooth

Hardware

CRE151 Die ARM-Architektur

Betriebssysteme / Software / Programmiertechnik

CRE209 Das Linux System
CRE130 Verteilte Versionskontrollsysteme

CRE122 Compilerbau und Typtheorie
CRE146 JavaScript

Bestimmt habe ich auch manche Ausgabe vergessen, aber glücklicherweise sind alle Episoden (trotz ihres Alters) runterladbar.
Achtung: Länge beachten. Teilweise mehr als 2 Std. pro Episode.

Bildung Zukunft Technik

Diesen Podcast höre ich noch nicht lange, da mir nicht bewusst war, dass mittlerweile auch deutsche Podcasts zu sehr nischigen Themen (ja, Bildung / Lehrerberuf ist es in diesem Fall) produziert werden.
Glücklicherweise gibt es jetzt BZT, die sich diesen Themen widmen. Meist sprechen Guido Brombach (@gibro) und Felix Schaumburg (@schb) über eben das: Bildung, Zukunft und Technik. Manchmal sind die beiden für meinen Geschmack etwas zu sehr technikverliebt, bzw. verspielt, aber das macht den Podcast sehr sympathisch und kurzweilig trotz der Mindestdauer von 1,5 Std. Eben legere Gespräche unter Kollegen.

Besonders schön: Berichte über neue Apps, die auch hilfreich für den Schulalltag sind, sowie Informationen über Barcamps und Konferenzen. Weiter so!

zugehoert

Auch diesen Podcast habe ich noch nicht lange abonniert. Es handelt sich um den Podcast der “Transferstelle für OER”, bei dem die Gespräche maximal eine halbe Stunde dauern und förmlicher daherkommen als bei BZT. Eine ausführlichere Bewertung kann ich momentan noch nicht schreiben, da ich bis jetzt erst zwei Sendungen gehört habe. Mal weiter reinhören.

The Cult of Pedagogy

Dieser amerikanische Podcast ist in meinen Augen einer der besten englischsprachigen Podcasts für Lehrer. Die Themenauswahl ist recht bunt, aber bis jetzt habe ich immer etwas für mich entdecken können. Sei es Classroom Managment oder aber auch potentielle Fehler, die viele Lehrkräfte machen. Besonders bemerkenswert ist die ruhige und entspannte Art der Sprecherin Jennifer Gonzalez, die auch Zeit zum Nachdenken während des Hörens ermöglicht.

Angela Watson’s Truth for Teachers

Angela Watsons Podcasts-Episoden sind in der Regel recht kurz (+/- 10 min.) Hier merkt man schnell, ob eine Ausgabe geeignet erscheint oder nicht. Teilweise sehr amerikanisch.

Hack Learning Podcast

Blöder Name, aber guter Podcast. Ähnlich wie Jennifer Gonzalez spricht der Autor mehrerer Bücher und auch dieses Podcasts, Mark Banes sehr ruhig und unaufgeregt.  Die Inhalte der Ausgaben sind sehr bunt und kurzlebig. Empfehlenswert.

TechEducator of Podcast

Der Vollständigkeit halber füge ich diesen Podcast in die Liste ein. Dieser Podcast dreht sich vor allen Dingen um Themen wie man z.B. Googles, Apples oder Microsoft Software / Hardware im Unterricht einsetzen kann. Auch werden des öfteren Apps und How-Tos besprochen. Es handelt sich eher um einen unterhaltenden, als einen programmatischen Podcast.

Podcasts, die sich auch im Unterricht verwenden lassen

Wrint – Wer redet, ist nicht tot

Holger Klein, der einst von Tim Pritlove zum Podcasten fast genötigt wurde selbst Podcasts aufzunehmen und mittlerweile mehr aufnimmt als er, ist der Produzent der Podcast-Reihe Wrint . Bei ihm handelt es sich um einen
Gerade die Reihen “Wissenschaft” mit Astronom Florian Freistetter und “Politikunterricht” mit Thomas Brandt, Lehrer für Sozialkunde und Englisch an einer beruflichen Oberschule in Bayern, sind zur informellen Weiterbildung oder für Stammtischangeberei  angeregte Gespräche zu empfehlen.

Das ARD radiofeature

Beim ARD radiofeature handelt es sich um eine Radio-Dokumentationsreihe, bei der der investigative Journalismus einen großen Stellenwert hat. Der bunte Mix an Themen hat, ähnlich wie bei Freakonomics Radio, den Vorsatz, Licht ins Dunkle zu bringen und die Gründe bestimmter Entwicklungen zu recherchieren (z.B. für die Entstehung und Angriffe von staatlichen Hackergruppen). Gerade für Sozialkunde oder Powi-Lehrer bestimmt eine interessante Quelle. Wie man es vom ÖR gewohnt ist, ein sehr aufwendig produziert mit professionellen Sprechern.

Fnordfunk

Fnordfunk ist “eine Radiosendung, die vom Chaos Computer Club Mainz (cccmz) produziert und vom Wiesbadener Lokalsender Radio Rheinwelle 92,5 ausgestrahlt wird. Die Themen drehen sich um Datenschutz, Überwachung, Technik und den Chaos Computer Club Mainz.”

Freakonomics Radio

Freakonomics Radio beleuchtet die unsichtbaren Dinge des Lebens (“the hidden side of everything”). Es handelt sich um den Podcast zum gleichnamigen Buch. Eher etwas für die private Unterhaltung, maximal für den Englischunterricht.

Edit (05.09.16): Aktuell ist eine wirklich interessante Episode veröffentlicht worden, bei der es um die Erkenntnisse zweier Wissenschaftler geht, die untersuchten, was es braucht, um wirklich gut in einer Disziplin zu werden. Um es vorwegzunehmen, bzw. zu teasern: Die alte Regel der 10.000 Stunden gilt nur bedingt.

 Wir müssen reden

Ähnlich wie BZT, nur allgemeiner, präsentiert sich WMR. Themen sind politisch und unpolitisch, eben perfekt als Untermalung fürs Bügeln, Rasenmähen oder Spülen 😉

Cube Iwork 10 – Ein billiger Ersatz für das MS Surface?

MS Surface Ersatz?

Mein Wunsch war ein kleines Gerät (Schultasche ist meist schon recht voll), das mich im Schulalltag unterstützt (Sitzungsprotokolle, Noten, E-Mails, …) und auch gerne ein paar Kratzer bekommen darf.

Viele meiner Kollegen setzen auf Macbook Airs, ich habe auch solch ein Gerät. Da es aber mein Hauptrechner ist, bringe ich ihn ungern mit in die Schule. Zumal ich auch einiges an Kabeln angeschlossen habe (Netzteil, USB-Hub, Lightning-Kabel zum externen Monitor, usw.). Diese möchte ich nicht jeden Tag abstöpseln, nur um sie abends wieder anzustöpseln.

Das Microsoft Surface ist im Prinzip genau das richtige Gerät, allerdings ist mir der Kostenfaktor einfach zu hoch für ein Stück Werkzeug. Wie gesagt, die Hardware soll ruhig Kratzer bekommen dürfen.

Seit etwas über einen Monat habe ich ein Gerät, was mir ab nächstem Schuljahr die Arbeit in der Schule erleichtern soll. Es handelt sich um das Cube iwork10 v2. Leider ist es momentan nur direkt über einige Händler aus Fernost zu erhalten. In erster Linie handelt es sich um ein Android/Windows-Tablet, was mich ohne Zubehör 140€ gekostet hat. Ich habe mir noch eine Tastatur und einen Active Stylus für je ca. 20€ dazu gekauft. Alles in Allem hat es mich unter 200€ gekostet, also deutlich unter Surface Preisen. Sicherlich muss man Abstriche machen (s.u.). Mit den Nachteilen kann ich leben.

Hier nun mein kleines Video-Review:

Vorteile

  • Ganz klar der Preis. Für unter 200€ bekommt man einen guten Begleiter für den Schulalltag.
  • Klein. Das Gerät hat einen Bildschirmdiagonale von 10,1 Zoll. Netbook-Größe.
  • Active Stylus Support (Smartboard- + Dokumentenkamera-Ersatz).
  • Die Lieferzeit betrug bei mir über den Online-Händler Banggood ca. 1 Woche.
    • Wenn man die Versandoption “Priority Direct Mail” und “Germany Direct Express” auswählt, verzollt der Versender die Ware selbst und man muss keine Zollgebühren bezahlen.

Nachteile

  • Bei einem Defekt muss das Gerät nach Fernost zurückgeschickt werden. Das kostet u.U. ca. 20€.
  • Der Akku hält nur ca. 5 Stunden. Von meinem Macbook bin ich 8+ Stunden gewöhnt.
  • Die Kameras könnten besser sein, da ist noch Luft nach oben.
  • Es muss ein USB-Netzteil gekauft werden, Ladekabel ist vorhanden.
  • Mobil CPU (Intel X5-Z8300).

Hier noch die Links zu den Geräten / Zubehör:

Beihilfe-Anträge: “Digital” einreichen über die Hintertür

Beihilfe: Status Quo

Wir schreiben das Jahr 2016 und trotzdem bietet die Beihilfe Hessen keine Möglichkeit des Einreichens der Anträge eBescheidFailper Online-Formular o.ä., wie dies meine private Krankenversicherung erlaubt. Ganz zu schweigen vom eBescheid-Debakel, bei dem man lediglich die Genehmigungen per verschlüsseltem PDF (Adobe-DRM-Zwang) zurückgeschickt, anstatt des sonst üblichen Briefes.

Alternativen

Antragalternative 1) Herunterladen und Ausfüllen des Antrag-PDFs, Fotokopieren der Arztrechnungen und das Verschicken per Post.
Antragalternative 2) Herunterladen und Ausfüllen des Antrag-PDFs, Einscannen der Arztrechnungen und Verschicken per Fritzbox Fax.

Ja, richtig gelesen. Fax! Da ich ich nicht zur Post gehen möchte, nur um einen dämlichen Antrag zu verschicken benutze ich die folgende Lösung:

  1. Antrag herunterladen und ausfüllen (den Antrag habe ich vorausgefüllt. Es werden lediglich die Kostendaten und Datum geändert).
  2. Arztrechnungen per OfficeLens (iPhone, Android, Windows Phone)
  3. Alles zusammen in ein PDF zusammenfügen (z.B. unter Mac mit Wondershare PDF Editor oder mit Boardmitteln)
  4. FritzFax App (leider nur unter Win nutzbar) anschmeissen un das PDF an die Beihilfe-Stelle schicken (0611-327 640 911)

Warum die Fritzfax App? Leider erlaubt die Fritzbox über die Weboberfläche nur das Versenden von einseitigen Bildern (keinen PDFs).


Hier noch ein paar Hinweise für die Verwendung von Fritzfax:

  1. Wer über das Internet (VOIP) faxt, sollte vorher die TCP-Capi Schnittstelle freischalten.
  2. Windows 10 mag die App Fritzfax nicht so gerne, daher muss ein Registry-Eintrag gesetzt werden. Andere Betriebssysteme sind davon anscheinend nicht betroffen.

Fritzfax

Umzug von wordpress.com auf eigene Domain

Umzug von WordPress.com auf eigenen Webspace

Das ging einfacher als gedacht. Man kann ganz einfach seinen Blog von wordpress.com exportieren und dann in eine laufende WordPress-Instanz importieren.
Sogar die Autoren und Bilder werden übernommen. Wer hätte das gedacht.

So geht’s

Website-Einstellungen ‹ Informaticana — WordPress.com 2016-07-09 22-37-34

Zunächst lädt man sich auf wordpress.com seine Daten über den Menüpunkt “Export” herunter. Das war in meinem Fall eine sehr kleine Zip-Datei mit einer XML-Datei. Darin sind alle Beiträge gespeichert, jedoch Grafiken nicht.

Daten importieren ‹ Informaticana — WordPress 2016-07-09 20-58-26

Dieser Umstand wird während des Imports mittels des WordPress-Plugins “WordPress Importer”, welches man vorher in der neuen Instanz installieren muss, behoben. Hier muss der Haken, wie im Screenshot sichtbar, gesetzt werden.

Das wars.

Vokabeltests, HA-Kontrollen, o.ä. schnell korrigieren? Ja, bitte!

Schnell korrigieren dank Korrektur-App

Nicht immer muss man Summaries, Comments, o.ä. korrigieren, sondern oftmals erstellt man einen Schnelltest, um sich kurz einen Überblick über das (Vor-)Wissen / Kompetenzen / … zu machen.

Klar ist, manche Korrektur ist wirklich eintönig und wenig abwechslungsreich. Wer korrigiert denn gerne Multiple Choice und Lückentexte? Warum dann nicht einfach die Maschine für sich arbeiten lassen?

Es gibt derzeit bereits einige Anbieter (vornehmlich aus den USA), die es erlauben mittels vorgefertigter Multiple-Choice-Blätter diese mittels Smartphones auszuwerten. Das  Antwortblatt wird kurz unter die Linse gehalten und ein Bestätigungston gibt bekannt, dass das Antwortblatt ausgewertet wurde und die Werte abgespeichert hat.

Hier ein kurzes Video zur Funktionalität:

Welche Anbieter gibt es?

Da ich für das Auswerten von Vokabeltests (Oldschool, aber trotzdem wichtig) eine App suchte, die mir bei der Bewertung half, kam ich auf die drei Apps Gradecam, Zipgrade und Mastery Connect. Letzteren gehört auch die App Socrative.

Gradecam

Gradecam arbeitet wie viele Apps mit einem Freemium-Modell. Mit der kostenlosen Variante kann man maximal 10 Fragen abfragen, genug um einen groben Eindruck zu bekommen, zu wenig um es in der Schule einzusetzen.

Für mich schied Gradecam direkt schon aus, da ich auf das $15 Abomodell angewiesen sein wollte. Weiterhin ist es nur mit USB-Dokumentenkameras kompatibel.

Mastery Connect

Ähnlich wie Gradecam gibt es für Mastery Connect ein kostenlose Variante, die allerdings auch nur 10 Fragen erlaubt. Mit der TeacherPro Lizenz ist es möglich bis zu 100 Fragen zu stellen, allerdings kostet diese auch saftige $249 pro Jahr. Zu viel des Guten. Es gibt eine Iphone App mit der man die Tests auswerten

Erfahrungen mit Zipgrade

Nun zu Zipgrade, der App für die ich mich zunächst entschied. Es gibt sie für IOS, sowie für Android. Sie kostet nur zwei Dollar für zwei Monat, bzw. sieben Dollar für ein Jahr. Die Daten lassen sich im- und exportieren, sodass diese einfach in Excel oder Tapucate verrechnet werden können.

Ich wollte mir mit Zipgrade den Korrekturaufwand von Vokabeltests etwas erleichtern. Natürlich überlegte ich mir mögliche (falsche) Alternativen zu den richtigen Antworten. Nur eins ist klar, bei den herkömmlichen Vokabeltests muss man das Wort einfach wissen und sogar auf die Rechtschreibung achten, sonst gibt es Punktabzug. Bei Multiple-Choice-Tests muss man diese nicht wissen, sondern kann raten und bekommt im besten Fall mehr Punkte gutgeschrieben als effektiv gewusst wurden.

Das war auch der Grund, warum ich nach kurzer Zeit wieder auf das herkömmliche Modell wechselte.

Moodle auch mit Tablet / Smartphone bedienen?

Moodle mit dem Smartphone bedienen

Momentan nutze ich Moodle u.a. in meinen Programmiertechnik-Kursen, im Prinzip in jedem IT-nahen Fach. Da die Arbeit hauptsächlich am PC stattfindet ist es auch kein Problem Moodle über einen Browser aufzurufen.

In meinem Zweitfach Englisch nutzte ich Moodle bis jetzt nur im Referendariat (BG Oberstufe). Ich lud Zusatzmaterial, Übungen, u.ä. hoch, damit die S&S sich selbstständig damit auseinandersetzten. Später band ich viele verschiedene Möglichkeiten wie Learningapps, Etherpad zur kollaborativen Erstellung von Texten (z.B. Comment) in den Moodle Kurs ein.

Das Problem: Wir mussten stets in einen Computerraum gehen, damit die S&S mit Moodle arbeiten konnten. Sehr umständlich.

Lösung

Die meisten S&S besitzen ein Smartphone oder Tablet und können dieses mit in den Unterricht bringen. An meiner Schule gibt es glücklicherweise kein Handyverbot. Mit den letzten Iterationen ist die Moodle-App deutlich besser geworden. Wenn es sich auch um keine Schönheit handelt.

Nicht nur können die S&S Inhalte während des Unterrichts leichter abrufen, auch unterwegs kann leichter darauf zugegriffen werden.

 

Moodle Mobile im Google Play Store
Moodle Mobile im Apple App Store

Screenshots

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The sky is the limit. Or is it?

Schülermotivation

Neulich bloggte ich u.a. über die begrenzte Motivation für Neues mancher Lehrkraft. Frei nach dem Motto “Geht de Mensche, wie de Leut” gibt es eine weitere Gruppe. Aber ich muss etwas ausholen.

Als ich in die Schule ging, mussten englische Bücher umständlich und für teures Geld über den Buchladen bestellt werden. Das dauerte dann gerne mal eine Woche bis ein Buch abholbereit vorlag. Heute gibt es Amazon und das Kindle.

Englische Videokassetten brachte der Kumpel aus dem Sommerurlaub aus den USA mit. Pech hatte derjenige, der keinen NTSC-fähigen Videorecorder hatte. Heutzutage gibt es Youtube und Netflix für den Zugang zu englischen Videos. Die Auswahl ist riesig. Im Prinzip wird jedes potentielle Hobby der Schüler in Form von englischen Videos konsumierbar. Und das meist kostenlos.

Für Gespräche mit Muttersprachlern musste man in die entsprechenden Länder reisen oder bei einem Schüleraustausch mitmachen. Heute gibt es Facetime, Skype und r/languagebuds, die ebenfalls kostenlos sind.

Die Hürden eine Sprache / Fertigkeit / … zu lernen sind heutzutage wirklich gering. Jetzt plädiert man an die Vernunft eines Schülers sich in Englisch zu verbessern und auf dessen verbesserte Karrierechancen. Doch er antwortet:
“Ich will Politiker werden, ich brauch kein Englisch..”

Von Einzelkämpfern zu Team-Playern

Achtung: Bitte nicht diesen Artikel nicht in den falschen Hals kriegen. Ich schrieb ihn, als ich mal wieder feststellte, dass manches im Konstrukt Schule immer noch im alten Jahrtausend festhängt.

Einzelkämpfertum

Wenn Referendare nach dem Studium und ersten Wohlfühlveranstaltungen des Seminars das erste Mal in der Schule unterrichten sollen, schallen Ihnen je nach Lehrkraft Aussagen wie “Na klar, nimm! Ich würde mich auch über dein Material freuen”, aber auch “Ich hab alles im Kopf, ich brauche kein Material” oder “Wieso sollte ich mein über lange Jahre erstelltes Material einfach verschenken, es hat mich schließlich viel Zeit gekostet!” entgegen.

Klar soll auch der Referendar oder neudeutsch die LiV (Lehrkraft im Vorbereitungsdienst) lernen, wie man gute Lehrmaterialien erstellt, aber hat man das nicht schon im Studium getan? Für sich und Kommilitonen? Möglicherweise bereits für Vertretungsunterricht während des Studiums?

Woher kommt diese generelle Ablehnung alles Neuem mancher Kollegen?

Ein weiteres Beispiel: Ich komme gerade um die Ecke ans Lehrerzimmer und ein älterer Kollege meint zu einem anderen über das Digital-Signage-Display:
“Schau dir das an, so ein Schwachsinn. Wozu brauchen wir so etwas.”

Ich bin der Meinung, dass das ein Schutzreflex ist. Aus der Denke “Der Lehrer macht keine Fehler, er hat eben sein Fach studiert”. Vielleicht aber auch aus der Erkenntnis nicht unfehlbar zu sein und bei manchen Dingen den Anschluss verpasst zu haben. Auch Angst vor einem Kontrollverlust spielen eine Rolle. Der Mensch ist von Natur aus eben ein Gewohnheitstier.

Wandel der Bildungslandschaft

Kein Wunder, dass sich viele nicht über die Schulter blicken lassen wollen. Denn das ist die Folge, weil sie währen der meisten Zeit alleine ihren Job machen, sei es in der Klasse, bei der Unterrichtsvorbereitung, bei der Korrektur von Klassen- und Projektarbeiten, …

Trotzdem. Die Bildungslandschaft hat sich stark geändert und ist im steten Wandel. Das Meer an Medien, Informationen und Apps ist nicht mehr so einfach zu überschauen wie früher zu einer Zeit als lediglich eine geringe Anzahl an Verlagen für Nachschub sorgte.

Lagerkämpfe

Gehörst du zu den altbackenden Paukern, der hauptsächlich auf Frontalunterricht setzt oder eher zu den Lernbegleitern, die Snapchat, Instagram, … im Unterricht einsetzen und sich erst danach über den Sinn des Ganzen Gedanken machen? Heute schreit jeder, der nicht altbacken gelten will, nach dem letzten Trend. Tablets, Apps, Gimmicks. Alles soll anders werden. Neuer, hipper, schneller, leichter verständlich.

Aber ist es das? Lernen die Schülerinnen und Schüler durch die neuen Apps besser? Schneller? Effektiver? Gerade technikaffine Lehrkräfte halten sich oft nicht lange mit einer Sache auf, sondern reiten die nächste Welle.

Auf den ersten Blick sind diese Dinge aus Sicht der “Old-Schooler” meist nur Spielzeug. Dinge, um sich wichtig zu machen. Dinge, um sie in den Schatten zu stellen. Niemand will in den Schatten gestellt werden und schon garnicht als antiquiert gelten.
So entstehen Lagerkämpfe.

Es darf keine stichhaltige Gründe mehr geben, warum die Einzelkämpfer Einzelkämpfer bleiben. Es muss auch ihnen leicht gemacht werden, neue Ideen aufzugreifen und ihnen Sicherheit geben. Es müssen mehr Team-Building-Maßnahmen her. Leider gibt der Schulalltag wenig Möglichkeiten für solche Termine. Dafür muss Zeit geschaffen werden. Auch entsprechende Mittel müssen gestellt werden.

Während meiner Berufsausbildung (a.k.a. Lehre, vor meiner Zeit als Lehrer) wurde ich auf eine Weiterbildung zu Siemens nach Nürnberg geschickt, 4 Tage Vollverpflegung und kulturellem Programm am Abend.

Der Schulalltag als Kontrastprogramm sieht so aus:
Mit Glück ist die Fortbildung wirklich durchdacht und kostet nicht viel. Man darf trotzdem Fahrkosten und den Kaffee und Mittagessen selbst zahlen. Für Vertretung muss ebenfalls selbst gesorgt werden…
Nicht falsch verstehen. Ich liebe meinen Job, aber ist das anspornend? Nachdem man Aussagen wie “Schwachsinn, …” hört? Es muss auch hier Besserung geben. Wenn der Unterricht / Schule / … besser werden soll, dann müssen entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Beständigkeit im Wandel

Gerade Bildung braucht verlässliche Lehr-Lern-Arrangements, auf die man setzen kann. Angeschaffte Tablets werden in 5 Jahren alte Eisen sein, bei Android-Geräten sogar schon nach 1-2 Jahren. Durchdachte Konzepte sind gefragt. Nicht die Geräte sind der Heilsbringer, sondern was man damit macht und wie man sie einsetzt!

Es bringt nichts, wenn in jeder Schule Experimente gefahren werden, ohne, dass man sich darüber unterhält und an einem Strang zieht. Gerade aus wirtschaftlicher Sicht macht das wenig Sinn, wenn in jeder Schule die gleichen Gedanken gesponnen werden. Erfahrungen müssen ausgetauscht werden. Best-Practice-Beispiele müssen publik gemacht werden.

Arbeitsmaterialien für Digitaltechnik

Update (29.04.2016): Weitere Quelle hinzugefügt

Man hat zwar gutes Material, aber bei den Lern-Lehrmitteln bin ich Jäger und Sammler und kreiere daraus gerne etwas eigenes.

Daher hier der Tipp eines Kollegen zu geeignetem Digitaltechnik-Material: wittenfeld.net
Die Arbeitsblätter, bzw. das Skript sind zwar klassisch gestaltet, aber dennoch sauber und klar verständlich. Besonders der Einstieg als Arbeitsblatt schaut gut aus:

Grundlagen

Ein weiterer Tipp ist die Seite von Martin Jakobs. Auch hier finden sich fertige Arbeitsblätter samt Lösungen, die aber nicht als alleiniges Medium ausreichen. Ohne weitere Anhaltspunkte sind diese in meinen Augen nicht selbstständig lösbar.

Modul 1 - Logische Grundoperationen, Gatter und Schaltnetze [Kompatibilitätsmodus] 2016-04-18 20-21-32

Welche (Lehrer-)Software setze ich ein?

EDIT (18.04.2016): Der Artikel ist jetzt genau ein Jahr alt. Zeit für ein Update.

Seit der dritten Klasse nutze ich Rechner und bin bis ca. 2005 ausschließlich mit Windows unterwegs gewesen. Durch mein Studium der Informatik habe ich den Blick über den Tellerrand gewagt und bin komplett auf Linux umgestiegen.

2013 dann habe ich mir ein Macbook Air gekauft aus mehreren Gründen, die ich jetzt gerne hier schildern möchte. Später dann gehe ich auf die einzelne Software ein, die ich für den Schulalltag benutze, da mich ein Kollege zuletzt gebeten hat, ihm als Mac-Neuling ein paar Tipps zu geben.

Gründe für den Wechsel:

  • Software, Software, Software. Klar gibt es auch unter Linux sehr viel Software, gerade viele Open Source Projekte, jedoch sind diese auch häufig bereit für den Mac angepasst, z.B. Chromium, Wine, usw.
  • Der App Store macht es sehr einfach, gute und günstige Software zu finden. Ja, ich bin bereit für gute Software Geld in die Hand zu nehmen.
  • Die native Unterstützung von Codecs und Software (z.B. MS Office) hat mir ebenfalls gefallen. LibreOffice kann leider immer noch nicht MS Office das Wasser reichen.

Negatives: Kosten. Ein Riesenfaktor. Einfach mal so 1000€ für ein Stück Hardware auszugeben, ist nicht jedermanns Sache. Ich sehe den Laptop als mein Werkzeug an, an dem ich im Refrendariat gut und gerne mal 8 Std. am Tag verbracht habe. Jeder Handwerker würde mir zustimmen, wenn ich sage: Gutes Werkzeug kostet Geld. Bei Apple zahlt man nicht für die Hardware an sich, sondern das Gesamtpaket Hardware und Software.

Also nun meine Softwareliste:

  • Chromium
    • Browser: Community Open Source Variante von Google Chrome
  • Forklift
    • Sehr umfangreicher Dateiverwaltungstool. Norton Commander im 21. Jahrhundert. Kann FTP, SFTP, …, Amazon S3, …
  • Little Snitch
    • Desktop Firewall mit sehr umfangreichen Tweaking und Netzwerkdiagnose
  • Office 2015: Word, Excel
  • LibreOffice
    • Bei odp- Schülerlösungen o.ä.
  • Pixelmator
    • Grafikprogramm, was sehr nah an Photoshop kommt und immer mal wieder stark reduziert ist.
  • Wondershare PDF Editor Pro
    • Mittlerweile heißt die Software wohl anders, ich habe sie im Rahmen von einem Wondershare-Bundle gekauft. Nicht perfekt, aber für meine Zwecke ausreichend (z.B. um PDFs zu verbessern)
  • Readkit
    • Mein RSS-Newsreader, mit dem ich mir die Feeds von Feedly zustellen lasse (z.B. andere Lehrer-Blogs wie der von Herrn Rau oder Jochen Lueders oder auch Heise News.
  • Textwrangler
    • Das Notepad++ Äquivalent für den Mac. Kostenlos
  • Eclipse
    • Die Standard-IDE für die Schule
  • Logisim
    • Eine einfache Software, um Digitale Schaltungen in der Schule zu simulieren (Open Source)
  • IpCalculatorver4
    • Zum Errechnen von Subnetzen
  • yEd
    • Super Tool, um z.B. Concept Maps oder Mind-Maps zu erstellen.
  • Cmaptools
    • Ein weiteres Tool, um umfangreiche Concept Maps zu zeichnen. Funktioniert sogar kollaborativ in der Cloud
  • Seafile
    • Zum Synchronisieren meiner Schuldaten verwende ich Seafile (Link), aber auch um dem Fotowust in unserer Familie Herr zu werden.

Linktipp: Macbundles.de Hier kann man sich den Newsletter abonnieren, der immer mitteilt, falls es kostengünstige Software-Bundles angeboten werden.

Zum Schluss noch ein Tipp zur Verwaltung von Schülernoten, usw.:  Tapucate